10:49 22 November 2019
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    Kundgebung zu Wiedervereinigung der Schwarzmeerhalbinsel Krim mit RusslandKundgebung zu Wiedervereinigung der Schwarzmeerhalbinsel Krim mit Russland

    Kundgebung in Moskau: Mehr als 90.000 feiern Jahrestag des Krim-Beitritts

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    Ein Jahr nach der Wiedervereinigung der Schwarzmeerhalbinsel Krim mit Russland haben sich etwa einhunderttausend Menschen am Mittwoch im Zentrum von Moskau zu einer Festkundgebung eingefunden.

    Nach Schätzung der Polizei befinden sich zwischen 90.000 und 110.000 Menschen am Wassiljewski-Spusk und der großen Moskwa-Brücke. Am Nachmittag begann dort ein Konzert mit Popstars. Präsident Wladimir Putin die Veranstaltung unweit der Kreml-Mauer besucht und von der Bühne aus mit der Menge die russische Nationalhymne mitgesungen.

    Die Demonstranten halten russische Flaggen und Georgs-Bänder, die auf der Krim das Symbol des Widerstandes gegen den nationalistischen Umsturz in Kiew waren. Auch Schilder mit den Aufschriften „Krim ist Russland“ und „Wir sind einheitlich“ sind zu sehen. Wegen des großen Zulaufs haben die Sicherheitskräfte die Moskwa-Brücke abgesperrt.

    Die Krim war vor genau einem Jahr Russland wieder beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Schwarzmeerhalbinsel in einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte. Der Anlass für das Referendum war der Februar-Umsturz in Kiew, bei dem die Opposition Präsident Viktor Janukowitsch entmachtet und eine von Nationalisten geprägte Regierung gestellt hatte. Die von Russischstämmigen dominierte Krim hat den Umsturz nicht anerkannt.

    Die Krim hatte seit 1783 zu Russland gehört, bevor der sowjetische Staatschef Nikita Chruschtschow 1954 die Halbinsel symbolisch von der Russischen Sowjetrepublik an die Ukrainische Sowjetrepublik – beide im Bestand der Sowjetunion – „verschenkte“. Nach dem Zerfall der Sowjetunion im Dezember 1991 verblieb die Krim automatisch in der Ukraine.

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    Krim-Referendum, Viktor Janukowitsch, Wladimir Putin, Krim, Moskau, Russland