09:23 17 Juli 2018
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    Russischer Diplomat: Situation um ukrainisches Ölunternehmen zeugt von Staatskollaps

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    Die Situation um das ukrainische Staatsunternehmen UkrTransNafta zeugt von einem faktischen Kollaps des ukrainischen Staates, wie der russische EU-Botschafter Wladimir Tschischow am Montag zu RIA Novosti sagte.

    Der ukrainische staatliche Energiekonzern Naftogaz Ukrainy, der Gründer und einzige Aktionär des für den Öltransport zuständigen Unternehmens  UkrTransNafta, hatte am Donnerstag bekannt gegeben, dass der Aufsichtsrat des Konzerns dessen Chef Alexander Lasorko entlassen hatte. Sein Vertrag sollte erst im August auslaufen.

    Am nächsten Tag hatte der Gouverneur des Gebietes Dnepropetrowsk, Igor Kolomoiski, mit Bewaffneten die Zentrale von UkrTransNafta gestürmt, um „die Interessen des entlassenen Chefs zu verteidigen“. Der Oligarch besitzt 42 Prozent an der Staatsfirma. Nach dem Sturm gab er vor dem Gebäude ein mit Flüchen gespicktes Interview, in dem er sich beleidigende Ausdrücke gegen Journalisten erlaubte. Daraufhin erteilte Präsident Pjotr Poroschenko Kolomoiski öffentlich einen „Verweis“. Kurz danach berichteten ukrainische Medien, dass Kolomoiskis Privatbank die Konten von Porschenkos Unternehmen vorübergehend gesperrt habe.

    Diese Situation „zeugt von einem faktischen Kollaps des ukrainischen  Staates und des Verwaltungssystems dieses Staates“, so Tschischow.

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    Tags:
    Naftogaz, Petro Poroschenko, Igor Kolomoiski, Wladimir Tschischow, Ukraine
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