05:47 25 Juni 2019
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    Kiew verweigert Dialog mit „nicht legitimen“ Behörden von Donezk und Lugansk

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    Politik
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    Beilegung der Ukraine-Krise (337)
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    Kiew ist nicht gewillt, direkten Dialog mit Vertretern der Donezker und der Lugansker Volksrepublik aufzunehmen, weil sie nicht legitim sind. Das erklärte der ukrainische Vizeaußenminister Wadim Pristajko am Mittwoch in Paris nach Abschluss eines Treffens im sogenannten Normandie-Format.

    „Es hat keinen politischen Sinn, mit Menschen zu sprechen, die im Grunde genommen Feldkommandeure und nicht ganz Ukrainer sind. Sie können die Bevölkerung nicht vertreten und sind aus Sicht der Ortseinwohner nicht legitim.“ Pristajko sagte ferner, dass es legitime Verhandlungspartner im Donbass erst nach den Wahlen im Osten der Ukraine geben wird. „Wir hoffen, einen Modus für die Durchführung dieser Wahlen zu finden“, sagte er.

    Russlands Vizeaußenminister Grigori Karassin erklärte dazu, dass ein Vorankommen bei der Beilegung der Krise ohne direkten Dialog Kiews mit Vertretern von Donezk und Lugansk undenkbar ist. „Ohne Achtung der Meinung der Menschen, die (während des Konflikts) betroffen wurden und ernsthaften Prüfungen ausgesetzt sind, können keine Resultate herbeigeführt werden.“

    Karassin zufolge waren sich die anderen Teilnehmer der Normandie-Gespräche darin einig, dass Kiew die Position der selbst ernannten Republiken Donezk und Lugansk mit berücksichtigen soll. „Diese Meinung dominiert im Normandie-Format“, sagte der russische Diplomat.

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    Lugansker Volksrepublik, Wadim Pristajko, Grigori Karassin, Russland, Ukraine