11:10 14 November 2019
SNA Radio
    Teilnehmer einer Kundgebung zur Unterstützung des Referendums über den Krim-Status vor dem Gebäude des Ministerrates in Simferopol

    Ein Jahr Russland-Beitritt: US-Senator schlägt neues Referendum für Krim vor

    © Sputnik / Taras Litvinenko
    Politik
    Zum Kurzlink
    Integration und Entwicklung der Krim-Region (294)
    0 3772
    Abonnieren

    Ein Jahr nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland schlägt US-Senator Dana Rohrabacher vor, die Bewohner der Schwarzmeerhalbinsel noch einmal darüber abstimmen zu lassen. Ein neues Referendum solle, so Rohrabacher, unter OSZE-Kontrolle stattfinden und sein Ergebnis solle international anerkannt werden.

    Auf der Krim sollten neue Wahlen stattfinden, die OSZE solle die Willenserklärung der Krimer überwachen, sagte der Senator auf einem russisch-amerikanischen Forum in Washington. Ein neuer Urnengang würde die Probleme zwischen dem Westen und Russland, die der Krim-Beitritt ausgelöst hat, beseitigen.

    OSZE-Generalsekretär Lamberto Zannier hatte zuvor bestätigt,  dass die Organisation eine Einladung zum Krim-Referendum im März 2014 erhalten, jedoch diese abgelehnt habe.

    Die Krim war im März vergangenen Jahres wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Schwarzmeerhalbinsel in einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte. Nach Behördenangaben stimmten 96,77 Prozent für den Beitritt zu Russland, die Wahlbeteiligung lag bei 83,1 Prozent. Der Anlass für das Referendum war der Februar-Umsturz in der Ukraine, bei dem die Opposition Präsident Viktor Janukowitsch entmachtet und eine von Nationalisten geprägte Regierung gestellt hatte. Die von Russischstämmigen dominierte Krim hat den Umsturz nicht anerkannt.

    Ein Jahr nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland hat der russische TV-Sender Rossija 1 in einer Dokumentation die Vorgänge wiederhergestellt, die sich Ende Februar und Anfang März 2014 auf der Schwarzmeer-Halbinsel zugetragen haben. In dem zweieinhalb Stunden langen Streifen erinnert sich Russlands Präsident Wladimir Putin daran, wie die Entscheidung über die Rückkehr der Krim gefallen war. Originalaufnahmen, Augenzeugenberichte und Nachstellungen informieren darüber, wie der gestürzte ukrainische Staatschef heimlich gerettet, die Krim vor Nationalisten geschützt und die 193 ukrainischen Truppenteile unblutig entwaffnet werden konnten. Die Medienholding Rossiya Segodnya hat die Dokumentation „Krim. Der Weg in die Heimat“ mit deutschen Untertiteln veröffentlicht.

    Die Krim hatte seit 1783 zu Russland gehört, bevor der sowjetische Staatschef Nikita Chruschtschow 1954 die Halbinsel symbolisch von der Russischen Sowjetrepublik an die Ukrainische Sowjetrepublik – beide im Bestand der Sowjetunion – „verschenkte“. Nach dem Zerfall der Sowjetunion im Dezember 1991 verblieb die Krim automatisch in der Ukraine.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Integration und Entwicklung der Krim-Region (294)

    Zum Thema:

    Putin fordert: Krim vor Terroristen schützen
    Russland lehnt Krim-Debatte im UN-Sicherheitsrat ab
    Jahrestag von Krim-Beitritt landesweit von 700.000 Menschen begangen
    Tags:
    Krim – Der Weg in die Heimat (Fernsehdokumentation), Krim-Referendum, OSZE, Lamberto Zannier, Dana Rohrabacher, USA, Krim, Russland