03:12 20 Juli 2018
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    Situation in Jemen

    Russlands Außenamt: Konfliktseiten im Jemen bitten Moskau um Hilfe

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    Militäroperation in Jemen (71)
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    Die verfeindeten Seiten im Jemen haben Russland um Unterstützung bei der Konfliktlösung ersucht, wie der Nahost-Beauftragte des russischen Außenministeriums und Vizeaußenminister Michail Bogdanow am Samstag zu RIA Novosti sagte.

    Ihm zufolge tritt Moskau für die Beendigung der Kriegshandlungen in dieser arabischen Republik ein.

    Der ranghohe Diplomat ist am Samstag im ägyptischen Sharm el-Sheikh eingetroffen, um am jetzigen Gipfeltreffen der Arabischen Liga teilzunehmen.

    „Wir stehen in Kontakt mit allen jemenitischen Seiten, darunter auch mit Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi, seinem Amtsvorgänger Ali Abdullah Saleh und mit den Huthis“, so Bogdanow. Es sei nur natürlich, dass Moskau um Unterstützung bei der Regelung der Situation gebeten werde. Laut dem Diplomaten unterhält Moskau auch mit den anderen arabischen Ländern, mit dem Iran sowie mit westlichen Parntern Kontakte.

    Bogdanow zufolge besteht die Position Russlands darin, eine Eskalation der Situation im Jemen nicht zuzulassen und die Feuereinstellung „durch alle Seiten“ durchzusetzen.

    Nach Luftschlägen in Jemen
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    Die Eskalation des Konfliktes könnte zum Zerfall des Jemen führen, „was schon in Libyen geschehen ist und sich jetzt in Syrien vollzieht“, so Bogdanow.

    Der Gesprächspartner der Agentur bekräftigte, das Russland gegen fremde Einmischung in die inneren Angelegenheiten souveräner Staaten eintritt.

    Eine internationale Koalition unter Teilnehme Saudi-Arabiens und anderer Persischer Golfstaaten hatte in der Nacht zum Donnerstag auf Bitte des jemenitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi eine militärische Operation gegen die Huthi-Rebellen gestartet, die einen großen Teil des jemenitischen Territoriums unter Kontrolle halten.

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    Tags:
    Arabische Liga, Abed Rabbo Mansur Hadi, Michail Bogdanow, Russland, Jemen, Saudi-Arabien
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