14:04 11 Dezember 2017
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    Italien fordert teilweise Aufhebung der Sanktionen gegen Russland

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    Laut dem italienischen Außenminister Paolo Gentiloni ist die Europäische Union zu einseitig auf die Ukraine-Krise fixiert und übersieht dabei andere nicht minder wichtige Probleme, wie die Deutsche Wirtschafts Nachrichten schreibt.

    „Gentiloni sieht offenbar die Notwendigkeit für die EU, mit Russland zu kooperieren – vor allem im Hinblick auf die ‚Bedrohungen von Mali bis Pakistan‘, die für die EU mindestens so gefährlich seien wie die Probleme in der Ukraine“, so DWN.

    Gentiloni fordert daher eine gewisse Entspannung im Verhältnis zu Russland und eine teilweise Aufhebung der Sanktionen.

    Nach Ansicht des Ministers würde die Entsendung von Blauhelmen in den Südosten der Ukraine keineswegs der friedlichen Beilegung des bewaffneten Konfliktes dienen.

    Italien gehört zu den Ländern, die durch die Antwortsanktionen Russlands am stärksten betroffen sind. Aus diesem Grund will der italienische Premier Matteo Renzi die Partnerbeziehungen zu Moskau wieder anbahnen. Er habe in Brüssel und Washington für Verärgerung gesorgt, weil er Russlands Präsident Putin bei einem Moskau-Besuch zu einem Staatsbesuch nach Italien eingeladen habe, so DWN.

    Westliche Länder haben seit März 2014 mehrmals Sanktionen gegen Russland wegen seiner Haltung in Sachen Ukraine verhängt. Die bisher letzten Restriktionsmaßnahmen wurden im März 2015 eingeleitet, als die USA ihre Sanktionsliste erweiterten.

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