06:54 17 Dezember 2017
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    Kiew weist Vorwürfe wegen mangelnder Untersuchung der Maidan-Ereignisse zurück

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    Politik
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    Das ukrainische Innenministerium hält die Vorwürfe des Ukraine-Konsultativausschusses des Europarats wegen einer mangelnden Untersuchung der Maidan-Ereignisse durch Kiew für haltlos, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung der Behörde hervorgeht.

    Nicolas Bratza, Chef des Ukraine-Konsultativausschusses des Europarats, hatte am Dienstag einen Bericht vorgestellt, laut dem die von Kiew durchgeführten Ermittlungen zu den Ereignissen auf dem Maidan den Festlegungen der europäischen Menschenrechtskonvention nicht entsprechen und es allen Grund für die Behauptung gibt, dass das ukrainische Innenministerium einer effektiven Untersuchung Hindernisse in den Weg gelegt habe.

    „Die gegen das Innenministerium der Ukraine erhobene Beschuldigung einer systematischen Behinderung der Ermittlungen zu den Verbrechen auf dem Maidan ist haltlos und die Informationen über eine angeblich unzureichende Zusammenarbeit mit der Generalstaatsanwaltschaft sind unglaubwürdig“, so das ukrainische  Innenministerium. Die Behörde erklärt sich zu einem Treffen mit den Mitgliedern des Konsultativausschusses bereit, um ihnen wahrheitsgetreue Informationen zur Verfügung stellen zu können.

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    Tags:
    Maidan, Nicolas Bratza, Ukraine, Kiew