18:49 15 Dezember 2017
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    Netanjahu warnt vor iranischer Atombombe bei Erfolg von Lausanne-Gesprächen

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    Atomstreit mit Iran (135)
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    Das geplante Abkommen des Iran mit den Großmächten wird es Teheran ermöglichen, in etwa einem Jahr in den Besitz von Atomwaffen zu gelangen. Das erklärte der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu am Dienstag.

    Netanjahu kritisiert tagtäglich die im schweizerischen Lausanne geführten Atomgespräche zwischen der 5+1-Gruppe und Teheran. „Im Fall eines Erfolgs wird sich der Iran als eine nukleare Schwellenmacht etablieren. Solche Ambitionen der Islamischen Republik werden die Sicherheit und die Zukunft Israels massiv bedrohen… Die Zeit, die der Iran braucht, um Spaltmaterial für die Atombombe zu gewinnen, wird nicht Jahre dauern, wie bislang behauptet, sondern deutlich weniger. Nach unserer Schätzung geht es höchstens um ein Jahr.“

    Netanjahu zufolge wird der Iran nach der Unterzeichnung des Lausanne-Abkommens alle unterirdischen Objekte, ein Plutonium-Reaktor in Arak und moderne Zentrifugen für die Urananreicherung beibehalten. „Aber erst vor einigen Monaten war die Rede davon, dass all das für ein nukleares Programm überflüssig ist, das ausschließlich auf die friedliche Nutzung von Atomkraft gerichtet ist“, bemängelte Netanjahu.

    Zur 5+1-Gruppe internationaler Vermittler gehören die fünf ständigen Mitglieder des Weltsicherheitsrates (China, Frankreich, Großbritannien, Russland und die USA) sowie Deutschland.

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    Benjamin Netanjahu, Deutschland, USA, Lausanne, Iran
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