00:26 16 Dezember 2017
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    Block No.2 des Atomkraftwerks Paks

    Peskow weist „Quatsch“ über Versuche Russlands zurück, Loyalität Ungarns zu erkaufen

    © AFP 2017/ ATTILA KISBENEDEK
    Politik
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    Als „absoluten Quatsch“ hat Kremlsprecher Dmitri Peskow Behauptungen zurückgewiesen, dass Russland durch die Kooperation mit Ungarn in der Atomindustrie die Loyalität Budapests erkaufen will. „Es geht ausschließlich um eine gegenseitig vorteilhafte Zusammenarbeit“, betonte Peskow am Dienstag in Moskau.

    „Diese Hightech-Kooperation bringt beiden Ländern Nutzen, sowohl finanziell als auch im Hinblick auf den Gesamteffekt für die Wirtschaft.“ Peskow zufolge fördert die Zusammenarbeit in dieser Sphäre auch andere Sparten und trägt zur Ausbildung von Fachpersonal bei.“

    Russland und Ungarn hatten sich im Vorjahr auf den Ausbau des Atomkraftwerks Paks geeinigt. Ein Vertrag über den Bau des 5. und des 6. Reaktors wurde Ende 2014 unterzeichnet. Demnach wird Russland Ungarn einen Kredit über rund zehn Milliarden Euro für die Realisierung des Projekts gewähren.

    Auf die Frage, ob die argentinische Präsidentin Cristina Elisabet Fernández de Kirchner demnächst in Moskau über die Zusammenarbeit mit Russland bei der friedlichen Nutzung von Atomkraft verhandeln will, sagte Peskow, der Kreml wird sofort informieren, wenn die Präsidentin kommt.

    Zuvor hatte er in einem RIA-Novosti-Gespräch gesagt, dass ein Besuch der argentinischen Staatschefin erwogen wird. Nach Angaben der argentinischen Zeitung „Nacion“ wird de Kirchner in Moskau über neue Abkommen über die Kooperation in der Atombranche sowie über den Kauf russischer Hubschrauber verhandeln.

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    Tags:
    Dmitri Peskow, Budapest, Moskau, Russland, Ungarn