17:46 22 Januar 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    Entwicklung in der Ukraine (April 2015) (79)
    0 1359
    Abonnieren

    Die ukrainische Führung weist laut der „Berliner Zeitung“ nicht gerade glaubwürdig nach, dass sie das Land tatsächlich reformieren will. Die Situation mit der Ermittlung der Maidan-Geschehnisse vor einem Jahr liefere einen treffenden Beleg dafür.

    „Auf ein Versäumnis hat eine EU-Kommission gerade hingewiesen: Die Morde auf dem Maidan werden unzureichend aufgeklärt, Innenministerium und Justiz hintertreiben diesen Prozess“, so die Zeitung. Das sei allerdings nicht erstaunlich, denn manche Vertreter der alten Elite bekleiden immer noch ihre Posten. Das ist laut der Zeitung keine Erneuerung.

    „Der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk neigt zu verbalen Ausritten, die den Freunden seines Landes die Haare zu Berge stehen lassen. So kann man zufrieden sein, dass er es bei seinem aktuellen Besuch in Berlin sinngemäß bei der Aussage bewenden ließ, in der Ukraine werde auch Europa verteidigt, als er sein Hilfsersuchen begründete“, kommentiert die Zeitung die Äußerungen von Jazenjuk bei einer Pressekonferenz in Deutschland.

    Der Zeitung zufolge muss der Westen der Ukraine helfen. Aber auch müsse man die ukrainische Führung darauf hinweisen, dass sie die Erwartungen auf einen grundlegenden Neuanfang enttäuscht habe.

    „Hier hat die ukrainische Führung ein Problem: Sie muss glaubwürdiger nachweisen, dass sie tatsächlich auf einem neuen Weg ist“, schlussfolgert die „Berliner Zeitung“.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Entwicklung in der Ukraine (April 2015) (79)

    Zum Thema:

    US-Experte Stephen Cohen: Ukrainisches Volk hat eine bessere Regierung verdient
    Merkel sagt Ukraine weitere deutsche Unterstützung zu
    Kiew weist Vorwürfe wegen mangelnder Untersuchung der Maidan-Ereignisse zurück
    Ein Jahr Maidan-Umsturz: Europäische Staatschefs kommen zu Gedenkmarsch nach Kiew
    Tags:
    Maidan, EU, EU-Kommission, Arsseni Jazenjuk, Deutschland, Ukraine