10:16 19 April 2019
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    Moskau dementiert: Keine Waffen an Huthi-Rebellen geschickt

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    Militäroperation in Jemen (71)
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    Als „absurd“ hat das Außenministerium in Moskau die Spekulationen zurückgewiesen, dass die Flugzeuge, die Russland zur Evakuierung seiner Bürger in den kriegsgebeutelten Jemen geschickt hat, Waffen für die Huthi-Rebellen an Bord hätten.

    „Wir haben auf die Medienberichte geachtet, laut denen Jemens Außenminister Riad Jassin gesagt haben soll, dass die russischen Flugzeuge, die unsere Bürger aus diesem kriegsgebeutelten Land evakuiert haben, angeblich Waffen für die Huthi-Rebellen gebracht und sogar Ex-Präsident Saleh abgeholt hätten“, sagte der russische Außenamtssprecher Alexander Lukaschewitsch am Sonntag in Moskau. Derartige Äußerungen, wenn sie wirklich gemacht worden seien, seien „absurd, unverantwortlich provokant“.

    Russland habe unter schwierigen Bedingungen Flugzeuge in den Jemen geschickt, um „seine eigenen Bürger aber auch Bürger anderer Staaten in Sicherheit zu bringen“, sagte Lukaschewitsch. Der jemenitische Außenminister sollte deshalb „vom gefährlichen Phantasieren absehen“.

    Der russische Katastrophenschutz hat in dieser Woche mehr als 300 Russen sowie Bürger von Weißrussland, der Ukraine, Aserbaidschan und anderen Staaten aus dem Jemen abgeholt. Dieses Land wird seit Wochen größtenteils von den Huthi-Milizen kontrolliert; der Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi musste ins Ausland fliehen. Eine von Saudi-Arabien angeführte internationale Koalition fliegt Luftangriffe auf die Rebellen.

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    Tags:
    Waffen, Abed Rabbo Mansur Hadi, Alexander Lukaschewitsch, Ali Abdullah Saleh, Riad Jassin, Russland, Jemen