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07:18 17 Juli 2019
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    Islamischer Staat im Nordirak

    Islamischer Staat verliert Ölfelder im Irak - BND

    © AP Photo / Hussein Malla
    Politik
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    Terrorgruppierung Islamischer Staat (498)
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    Die Terror-Organisation „Islamischer Staat“ kontrolliert praktisch keinerlei Ölfelder mehr im Irak, berichtet die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf einen Sonderbericht des Bundesnachrichtendienstes für die Bundesregierung.

    Diese Lageveränderung gehe auf militärische Vorstöße der kurdischen Streitkräfte im Norden und der irakischen Armee im Raum Tikrit zurück. Der IS soll dadurch mindestens drei große Felder verloren haben. Zwei von diesen Feldern, die nordöstlich von Tikrit gelegen sind, sollen von den Terroristen zuvor gesprengt worden sein. Satellitenaufnahmen, die der BND der Zeitung zufolge im März erhalten hatte, sollen zahlreiche Brände in diesem Gebiet gezeigt haben.

    Damit bleibt dem IS im Irak laut dem Geheimdienst nur noch ein einziges Ölfeld – Qayara mit einer Förderkapazität von 2.000 Barrel pro Tag. Das seien fünf Prozent der zuvor vom IS im Irak kontrollierten Menge.

    Dem Bundesnachrichtendienst zufolge verwendet der IS bei der Ölförderung veraltete Anlagen und hat einen Mangel an Experten, um die Förderstätten zu betreiben. Auch die syrischen Ölfelder könnten den Verlust nicht ersetzen.

    Der IS könne somit „kaum noch nennenswerte Ölexporte“ realisieren, eine „seiner wichtigsten Einnahmequellen“ sei „drastisch unter Druck“, so der BND.

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    Terrormiliz Daesh, Erdöl, Irak