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    Tschechiens Präsident Miloš Zeman

    Zeman nimmt doch nicht an Militärparade in Moskau teil

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    Tschechiens Präsident Miloš Zeman, der wegen seiner geplanten Reise zum 70. Jahrestag des Sieges über Hitler-Deutschland in Moskau heftige Kritik aus den USA geerntet hat, wird in die russische Hauptstadt reisen, jedoch nicht der Militärparade am 9. Mai auf dem Roten Platz beiwohnen.

    „Während der Militärparade wird sich der Präsident mit dem slowakischen Premierminister Robert Fico zu einem bilateralen Gespräch treffen“, teilte Zemans Sprecher Jiří Ovčáček am Freitag in Prag mit. Zemans Fernbleiben bei der Parade stehe in keinem Zusammenhang mit der Kritik der letzten Tage, versicherte der Sprecher. Nach seinen Angaben wird der tschechische Staatschef am 8. Mai nach Moskau kommen und am 9. Mai an einer Veranstaltung zum Andenken an die sowjetischen Soldaten teilnehmen, die im Zweiten Weltkrieg gefallen sind.

    Zeman hatte zuvor seine Teilnahme an der Militärparade auf dem Roten Platz nicht ausgeschlossen. Er sei stolz, nach Moskau zu reisen, hatte der tschechische Präsident gesagt. Daraufhin erlaubte sich der neue US-Botschafter in Prag, Andrew Schapiro, kritische Äußerungen über Zeman und sorgte damit für einen diplomatischen Eklat. Der tschechische Staatschef regierte scharf: „Ich gestatte es keinen Botschaftern, sich mit Ratschlägen über meine Auslandsreisen einzumischen“. Auch sagte er, dass die Tore seiner Residenz Prager Burg  für Schapiro nun verschlossen seien.

    Der slowakische Premier Fico hat seine Teilnahme an den Siegesfeiern in Moskau vorerst nicht bestätigt.

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    70. Jahrestag des Sieges, Jiří Ovčáček, Tschechien, Moskau