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17:46 22 Juli 2019
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    Situation in Jemen

    Moskau: Atomgespräche mit Iran durch Jemen-Konflikt gefährdet

    © AFP 2019 / MOHAMMED HUWAIS
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    Atomstreit mit Iran (137)
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    Die Eskalation des Militärkonflikts im Jemen kann die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm beeinflussen, wie Nikolai Patruschew, Sekretär des Sicherheitsrates von Russland, erklärt hat.

    „Es gibt Befürchtungen, dass die Eskalation des Jemen-Konflikts die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm beeinflussen kann, weil alle wichtigsten Prozesse im Nahen und Mittleren Osten in engem Zusammenhang stehen“, sagte Patruschew der Zeitung „Iswestija“.

    Zerstörungen in Sanaa nach Luftangriffen
    © REUTERS / Khaled Abdullah
    Ihm zufolge muss der Prozess der Regelung des iranischen Atomproblems nach Ansicht Russlands fortgesetzt werden.

    „Die Russische Föderation hat nicht vor, seine Herangehensweise an die Lösung der vorliegenden Frage wegen der Ereignisse im Jemen auf irgendeine Weise zu ändern oder zu verschärfen. Wir hoffen aufrichtig, dass auch alle anderen interessierten Seiten an derselben Position festhalten werden“, fügte Patruschew hinzu.

    Am 2. April hatten sich die sechs Vermittlerländer (China, Frankreich, Großbritannien, Russland, die USA sowie Deutschland) und der Iran darüber geeinigt, dass zwei Drittel der iranischen Kapazitäten zur Uran-Anreicherung für zehn Jahre ausgesetzt werden sollen. Außerdem verpflichte sich der Iran, alle Programme zur Uran-Anreicherung für 25 Jahre unter internationale Kontrolle zu stellen. Es ist geplant, das endgültige Abkommen spätestens am 1. Juli abzuschließen.

    Die von Saudi-Arabien geführte Allianz, der die Golfstaaten sowie Ägypten, Jordanien und der Sudan angehören, hatte am 26. März eine militärische Operation gegen die Anhänger der Bewegung Ansar Allah (Huthis) gestartet, um den Vormarsch der schiitischen Huthi-Miliz im Jemen zurückzudrängen.

    Die Huthis haben inzwischen den größten Teil des Territoriums des Landes, darunter die Hauptstadt Sanaa, unter ihrer Kontrolle.

    Das Ziel der Operation soll es sein, die Huthis und die mit ihnen verbündeten Anhänger von Ex-Präsident Ali Abdallah Saleh dazu zu zwingen, die Macht an den legitimen Staatschef und die Regierung zurückzugeben.

    Der amtierende Präsident des Jemen, Abed Rabbo Mansur Hadi, hält sich derzeit außerhalb des Landes auf.

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    Atomprogramm, Ali Abdullah Saleh, Nikolai Patruschew, Jemen, Russland, Iran