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    Duma-Außenbeauftragter: USA sollen mit provokatorischen Spionageflügen aufhören

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    Nach dem Abfangen des US-Aufklärungsflugzeuges RC-135U über der Ostsee hat Alexej Puschkow Washington aufgefordert, aufzuhören, mit Spionageflügen zu provozieren. Dabei erinnerte der russische Außenpolitiker auf den gefährlichen Zwischenfall von 2001, als ein US-Spionagejet mit einem chinesischen Jäger kollidierte.

    Das US-Verteidigungsministerium hatte am Samstag mitgeteilt, dass ein russisches Jagdflugzeug des Typs Su-27 in „gefährlicher Nähe“ an einem US-Spionageflugzeug RC-135U über der Ostsee vorbeigeflogen sei. Laut den russischen Behörden flog das US-Flugzeug  mit abgeschalteten Transpondern  und konnte deshalb nicht über Radar identifiziert werden. Deshalb musste eine Su-27 zu dem unbekannten Luftfahrzeug geschickt werden, das direkt in Richtung der russischen Grenze flog.

    „Die Spannungen zwischen Russland und den USA müssen abgebaut werden. Dafür müssen jedoch beide Seiten Anstrengungen unternehmen“, kommentierte Puschkow, Chef des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma (Parlamentsunterhaus), am Montag im russischen Fernsehen. Angesichts der jetzigen angespannten Beziehungen sollten sich die USA darüber Gedanken machen, was sie mit ihren Aufklärungsflügen erreichen wollen.

    Mit ihren militärischen Übungen an den russischen Grenzen, der Verlegung von US-Panzern und Soldaten in das Baltikum und der geplanten Truppenstationierung in Osteuropa haben die Nato und die USA bei Russland bereits tiefe Sorgen ausgelöst. „Im Kontext dieser militärischen Vorbereitungen sind diese Aufklärungsflüge eine Provokation“, sagte Puschkow. „Die Amerikaner zeigen damit, dass sie spionieren können, wann und wo sie wollen.“

    Der Duma-Abgeordnete erinnerte an den Zwischenfall in China von 2001, als ein US-Spionageflugzeug über dem Südchinesischen Meer mit einem chinesischen Jagdflugzeug kollidiert war und auf chinesischem Territorium landen musste. Die Chinesen gaben die Maschine ernst nach einer gründlichen Untersuchung zurück. „Diese provokatorischen Spionagespiele sind sehr gefährlich, da pflichte ich dem Pentagon bei“, sagte Puschkow weiter. „Doch ist das Pentagon allein dafür verantwortlich. Schließlich schicken wir keine Aufklärungsflugzuge zur US-Küste.“

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    Tags:
    RC-135U, Su-27, Alexej Puschkow, USA, Washington, China, Baltikum