12:00 09 Dezember 2019
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    Lawrow zu Wiederaufnahme von Raketendeal mit Teheran: Moderne Waffen für Iran aktuell

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    Moderne Flugabwehrsysteme sind für den Iran im Hinblick auf die Eskalation der Spannungen in der Region und besonders um den Jemen sehr aktuell, wie der russische Außenminister Sergej Lawrow am Montag im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme der Lieferung von S-300-Flugabwehrraketen von Russland an den Iran sagte.

    Laut dem Minister ist die Notwendigkeit des bisherigen Lieferverbots für Flugabwehr-Raketensysteme S-300 entfallen. Lawrow betonte auch, dass die genannten Raketenkomplexe einen rein defensiven Charakter haben.

    Der Iran hatte 2007 Luftabwehrraketen des Typs S-300PMU-1 im Wert von 800 Millionen US-Dollar bestellt. Im September 2010 verbot der damalige russische Präsident Dmitri Medwedew die Lieferung per Erlass. Diese Entscheidung wurde mit Sanktionen des UN-Sicherheitsrats begründet, welche die Lieferung moderner Waffen an den Iran untersagten. Daraufhin verklagte Teheran das russische Waffenexportunternehmen Rosoboronexport vor dem Internationalen Schiedsgericht in Genf auf vier Milliarden US-Dollar. Russland schlug der Klägerseite einen Vergleich über die Lieferung von Flugabwehrraketen vom Typ „Tor-M1E“ vor.

    Nach der Einigung im iranischen Atomstreit hat der russische Präsident Wladimir Putin am Montag einen Erlass herausgegeben, laut dem das Verbot der Lieferung von S-300-Flugabwehrraketen an den Iran und der Transittransport dieser Waffen durch Russland, darunter auf dem Luftwege, aufgehoben werden. Damit wird der Deal aus dem Jahr 2007 wiederaufgenommen, den Russland wegen der internationalen Sanktionen gegen Teheran auf Eis legen musste.

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    Tags:
    S-300, Sergej Lawrow, Dmitri Medwedew, Russland