12:05 06 Juli 2020
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    Atomstreit mit Iran (137)
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    Die USA sind besorgt über die Aufhebung des russischen Embargos für die Lieferung der Flugabwehr-Raketen S-300 an den Iran, sehen die Entscheidung des Kreml jedoch nicht als Hindernis für die weiteren Gespräche im iranischen Atomstreit.

    „Wir denken nicht, dass die Einheit der 5+1-Gruppe dadurch gefährdet ist“, sagte US-Außenamtssprecherin Marie Harf am Montag in Washington. Das Ende des russischen S-300-Embargos kritisierte die Sprecherin jedoch als nicht „konstruktiv“ und „besorgniserregend“. Sie warf dem Iran vor, „destabilisierende Schritte in der Region“ zu tun.

    Der Iran hatte 2007 Luftabwehrraketen des Typs S-300PMU-1 im Wert von 800 Millionen US-Dollar bestellt. 2010 verbot der damalige russische Präsident Dmitri Medwedew die Lieferung per Erlass. Begründet wurde die Entscheidung mit Sanktionen des UN-Sicherheitsrats, welche die Lieferung moderner Waffen an den Iran untersagen. Die Sanktionen waren wegen dem iranischen Atomprogramm verhängt worden.

    Am gestrigen Montag hob Russlands Präsident Wladimir Putin das S-300-Lieferverbot wieder auf. Zwei Wochen davor hatte sich die Sechsergruppe (die fünf UN-Vetomächte und Deutschland) mit dem Iran auf die Eckpunkte für die Beendigung des Atomstreits geeinigt.

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    Waffen, S-300, Uno, Wladimir Putin, Marie Harf, Deutschland, USA, Russland, Iran