SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    0 1597
    Abonnieren

    Die Vorwürfe Berlins gegen Moskau im Zusammenhang mit der Entscheidung, das Luftabwehrraketen-System S-300, das absolut legal ist und ausschließlich defensiven Charakter hat, an den Iran zu liefern, kommen seltsam vor, verlautete am Mittwoch aus dem russischen Außenamt.

    Russland habe immer auf die Notwendigkeit verwiesen, im Bereich der Sanktionspolitik der Völkergemeinschaft gemeinsam  und abgestimmt vorzugehen, sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Mittwoch RIA Novosti. „Dies setzt die Achtung des ausschließlichen Rechts des Weltsicherheitsrats voraus.“

    „Als die USA und EU-Mitglieder, darunter auch Deutschland, trotz dieses Prinzips illegitime einseitige Sanktionen gegen den Iran verhängten, erinnerte sich weder die Bundeskanzlerin noch ein anderer westlicher Spitzenpolitiker an die Notwendigkeit, gemeinsam zu agieren.“

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte vorher Russland für die Aufhebung des Lieferverbots für die Luftabwehrraketen an Teheran gerügt.

    „Wir können nicht die Vorwürfe gegen Russland in Bezug auf seine Entscheidung akzeptieren, die Zeit des freiwilligen Aufschubs der Lieferung von absolut legalen Systemen, die niemand verboten hat, an den Iran zu beenden“, so die Quelle weiter. Moskau finde eine solche Herangehensweise seltsam – insbesondere angesichts der „Besessenheit von Berlin“, den USA zu folgen und gesetzwidrige einseitige Beschränkungen als Instrument der Außenpolitik zu nutzen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Nach S-300-Freigabe an Iran: Putin beschwichtigt Netanjahu
    Außenpolitiker: Über S-300 für Iran sind nur potentielle Angreifer besorgt
    Russische S-300-Raketen machen US-Luftangriff auf Iran unmöglich - Zeitung
    Teheran: Lieferung von S-300-Systemen an Iran wird Stabilität in der Region festigen
    Tags:
    S-300, EU, USA, Deutschland, Iran, Russland