14:39 02 Juni 2020
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    Laut dem Berater des US-Außenministers Frank Rose werden die USA Antwortmaßnahmen gegen Russland ergreifen, falls dieses Land nicht damit aufhört, gegen den Vertrag über die Vernichtung der Mittel- und Kurzstreckenraketen (INF-Vertrag) zu verstoßen.

    Laut Rose haben die USA schon im Juli 2014 gegen die Verletzung des INF-Vertrags durch Russland „im Zusammenhang mit der Entwicklung und Erprobung von bodengestützten Marschflugkörpern mit Reichweiten von 500 bis 5500 Kilometern“ protestiert.

    „Wir haben Russland und unseren Verbündeten deutlich zu verstehen gegeben, dass unsere Geduld nicht endlos ist. Wir werden Schritte zu unserem eigenen Schutz und zum Schutz unserer Verbündeten unternehmen, falls Russland nicht damit aufhört, gegen den (INF-) Vertrag zu verstoßen, und auf unsere Befürchtungen nicht reagiert“, sagte Rose am Donnerstag in Colorado Springs in einer Konferenz über Nuklearwaffen und internationale Sicherheit.

    Laut Rose beabsichtigen die USA nicht, diese Frage fallen zu lassen, und „werden Russland weiter unter Druck setzen, damit dieses Land mit uns konstruktiv zusammenarbeitet und unseren Befürchtungen Rechnung trägt“. „Unser Ziel ist es nicht, Russland zu dämonisieren. Unser Ziel besteht darin, den Vertrag zu bewahren, der, wie wir glauben, für strategische Stabilität in einem bedeutenden Teil der Erdkugel sorgt…“, so der Berater.

    Ballistische Rakete Wojewoda
    © Foto : Ministry of Defence of the Russian Federation
    Der INF-Vertrag wurde 1987 von den USA und der Sowjetunion unterzeichnet und trat im darauffolgenden Jahr in Kraft. Die Vertragsseiten verpflichteten sich, ihre Mittel- und Kurzstreckenraketen (mit Reichweiten von 1000 bis 5500 Kilometern bzw. von 500 bis 1000 Kilometern) zu vernichten. Diese Vereinbarung wurde zum Jahr 1991 erfüllt. Dabei können die anderen Länder weiterhin über solche Raketen verfügen.

    Russland und die USA werfen einander in der letzten Zeit immer wieder vor, Waffen zu entwickeln, die unter den INF-Vertrag fallen.

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    Tags:
    INF-Vertrag, USA, Russland