09:47 28 September 2020
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    Die Gegner der jetzigen ukrainischen Regierung werden „mit System“ eliminiert, schreibt La Repubblica. Mit Blick auf die jüngsten Morde an Regimegegnern in Kiew schreibt die italienische Zeitung von einer „beunruhigenden Atmosphäre von Rachegier“ in der Ukraine.

    In Kiew wurde am Donnerstag der prominente regierungskritische Journalist Oles Busina vor seinem Haus im Stadtkern von Unbekannten erschossen. Busina galt als Russland-Sympathisant. Tags zuvor war in Kiew ein weiterer Regierungsgegner umgebracht worden: Der ehemalige Parlamentsabgeordnete Oleg Kalaschnikow (52) hatte während der Maidan-Proteste im vergangenen Jahr Gegenproteste organisiert. In der Nacht zum 13. April war der Journalist Sergej Suchobok in der ukrainischen Hauptstadt ermordet worden.

    „In der Stille der westlichen Medien kommt es in der Ukraine zu grausamen Säuberungsaktionen gegen alle Formen der Opposition“, kommentierte La Repubblica. „In der Ukraine herrscht ein beunruhigendes Klima von Hass und Rachegier.“

    Auf die Ermordung des Maidan-Kritikers Kalaschnikow „reagierten viele Oligarchen, Politiker und Prominente mit schrecklichen Kommentaren wie ‚endlich’, ‚er hat’s verdient’ und ‚der Feind ist beseitigt", so die Zeitung weiter. Sie vermutet hinter den Morden den nationalistischen „Rechten Sektor“ – den radikalsten Flügel der Maidan-Revolutionäre. Seit dem Machtwechsel in Kiew bestimme der „Rechte Sektor“ die Entscheidungen der Kiewer Regierung mit und boykottiere alle Versuche Präsident Poroschenkos, nach einer friedlichen Lösung des Donbass-Konfliktes zu suchen.

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    Tags:
    Rechter Sektor, Sergej Suchobok, Oles Busina, Oleg Kalaschnikow, Ukraine