21:16 24 November 2017
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    TV-Fragestunde mit Wladimir Putin 2015

    Westliche Medien über TV-Fragestunde: Putin, der Problemlöser

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    Politik
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    TV-Fragestunde mit Wladimir Putin 2015 (24)
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    Die westlichen Medien bemerkten den „sanften Ton“ des russischen Präsidenten bei außenpolitischen Fragen sowie seinen Schwerpunkt auf „positive Ereignisse in der Wirtschaft“ im eigenen Land. In den westlichen Medien wurde am häufigsten die Frage nach dem Klonen Putins zitiert.

    Die ausländische Presse verfolgte aufmerksam den am Donnerstag live im Fernsehen ausgestrahlten „heißen Draht“ mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die führenden internationalen Medien berichteten, dass vor allem Wirtschaftsthemen dominierten, wobei die Außenpolitik und der Ukraine-Krieg in den Hintergrund traten. Laut westlichen Medien zeigten die Russen vor allem Interesse an den Wirtschaftsproblemen. In Bezug auf die Wirtschaftssituation konzentrierte sich Putin auf „positive Ereignisse in der Wirtschaft“. Eine der am meisten zitierten Fragen in den westlichen Medien ist die Frage nach dem Klonen Putins.

    „In einer vierstündigen Live-Konferenz positionierte sich Präsident Wladimir Putin als ‚Antwort‘ auf alle Schwierigkeiten, mit denen Russland konfrontiert ist“, schreibt die britische Zeitung „The Guardian“. In Bezug auf die internationalen Angelegenheiten „war Putin ziemlich friedlich“. Bei der Antwort auf die Frage zum Boykott der Festveranstaltungen am 9. Mai durch den Westen sagte er, dass es ungerecht sei, Stalinismus und Nazismus zu vergleichen, allerdings gebe es Menschen in Mitteleuropa, die den Sieg der Sowjetunion zweideutig betrachten würden, heißt es in der Zeitung.

    „The Guardian“ berichtet, dass Putin einfache Fragen gestellt wurden, weil die TV-Übertragung „sorgfältig geplant“ und die Fragen ausgewählt wurden. Dennoch habe es auch wirklich schlaue Fragen gegeben, beispielsweise von Irina Chakamada und Alexej Wenediktow zum Mord an dem Oppositionspolitiker Boris Nemzow.

    „Nach vier Stunden verließ er das Studio mit einem Stapel handgeschriebener Zettel und dem Versprechen, den regionalen Oberhäuptern Aufträge zu den besprochenen Problemen zu geben. Die Auftritte Putins sollen folgendes zeigen: Egal mit welchen Problemen die einfachen Russen konfrontiert sind, Putin ist nicht Teil des Problems, sondern der einzige Mensch, der sie lösen kann“, so Guardian.

    Laut BBC war der Ton Putins in Bezug auf die Außenpolitik nicht kriegerisch, bis über Washington gesprochen wurde. „Er warf den USA vor, viele Staats- und Regierungschef unter Druck zu setzen, nicht an der Siegesparade am 9. Mai in Moskau teilzunehmen und betonte, dass Washington Dienstboten statt Verbündete haben will“, so die BBC. Gesprochen wurde auch über die Landwirtschaft, wobei Putins Kenntnisse über die Milchproduktion in Russland getestet wurden.

    Auf der Webseite von ABCNews hieß es, dass es in der diesjährigen TV-Fragestunde viele ungewöhnliche Fragen gab. Mit dem „heißen Draht“ könne Putin sein Interesse am Leben eines durchschnittlichen Bürgers zeigen. „Es handelt sich eindeutig um russische Realien, wie einst arme Russen Briefe an den Zaren schrieben und um dessen persönliches Eingreifen baten“.
    Putins habe sich mit harten Äußerungen zu den USA bzw. anderen westlichen Länden zurückgehalten.

    Die Zeitung „Turkish Weekly“ betont, dass sich Putin erneut als entschlossener Führer eines starken Landes zeigte, der sein Land und dessen Interessen vor der äußeren Aggression schützt. Der russische Präsident wirkte wie ein „starker Anführer, der dem Gebot der Nation gehorcht, ein Mensch, auf den man sich bei der Lösung von allen Problemen – ob großen oder sehr kleinen – verlassen kann“.

    Die britische Zeitung „ The Independent“ lobte das organisatorische Niveau der Fragestunde mit Putin. „Die britischen Sender und Parteien könnten eine Lehre aus der russischen Erfahrung bei der Schaffung und Vorbereitung auf  bedeutende politische Veranstaltungen ziehen“, schreibt die Zeitung.

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