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11:10 15 Oktober 2019
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    Norwegischer Archipel Spitzbergen

    Einspruch Oslos gegen Spitzbergen-Besuch russischen Politikers befremdend - Außenamt

    © Sputnik / V. Chistyakov
    Politik
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    Der Besuch des russischen Vizepremiers Dmitri Rogosin auf dem norwegischen Archipel Spitzbergen verstößt laut dem russischen Außenministerium nicht gegen die Gesetze Norwegens und gibt keinen Grund für jegliche Einsprüche von Seiten Oslos.

    Das norwegische Außenministerium hat sein Befremden über den Spitzbergen-Besuch Rogosins, der auf der Einreise-Sanktionsliste der EU und Norwegens steht, geäußert und Erläuterungen dazu gefordert.

    Der Vizepremier, der als Leiter der russischen Staatskommission für Arktis-Entwicklung am Sonntag an der Eröffnung der russischen Driftstation „Nordpol-2015“ teilnahm, hatte zwei Zwischenstationen auf dem Flughafen Longyear des Archipels gemacht, um von dort aus per Flugzeug zur Polarstation und dann zurück gebracht zu werden.

    Wie der amtliche Sprecher des russischen Außenministeriums, Alexander Lukaschewitsch, in einem Kommentar zur Position Oslos sagte, lässt sich die Reaktion Norwegens auf den Spitzbergen-Besuch Rogosins mit einer „entstellten Wahrnehmung der Realität“ erklären.

    „Bedauernswert ist, dass sich Norwegen den russlandfeindlichen EU-Sanktionen aktiv angeschlossen hat, was sich auf die russisch-norwegischen Beziehungen negativ auswirkt und, wie wir sehen können, zu einer entstellten Wahrnehmung der Realität durch unsere norwegischen Nachbarn  führt“, so Lukaschewitsch.

    „Diese Reaktion ruft Befremden hervor. Sie ist unerklärlich und absurd vom Standpunkt des Völkerrechts. Der Vertrag über Spitzbergen, Artikel 3, aus dem Jahr 1920 sieht einen freien Zugang für die Bürger der Unterzeichnerstaaten zum Archipel vor. Die genannten einseitigen Sanktionen können diese Bestimmung in keiner Weise aufheben“, so der russische Außenamtssprecher.

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    Tags:
    EU, Alexander Lukaschewitsch, Dmitri Rogosin, Arktis, Norwegen, Oslo