21:42 21 Oktober 2018
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    Denis Puschilin, Sondergesandter der selbst ernannten Republik Donezk zu den Verhandlungen der Kontaktgruppe

    Donezk kategorisch gegen Teilnahme Obamas an Ukraine-Gesprächen

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    Friedensbemühungen im Ukraine-Konflikt (April 2015) (52)
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    Die von Kiew abtrünnige Volksrepublik Donezk lehnt eine Beteiligung von US-Präsident Barack Obama an den Friedensgesprächen zur Ukraine kategorisch ab. Nach der Einschätzung der Führung in Donezk wollen die USA keine Beilegung des Konfliktes.

    „Wir sind an einer schnellen Lösung des Konfliktes interessiert. Die USA hingegen sind daran nicht interessiert, sagte der Donezker Unterhändler Denis Puschilin am Mittwoch. „Ein Einschalten eines neuen Teilnehmers, zumal eines so ambitionierten wie die USA, würde den Verhandlungsprozess erschweren und die Beschlussfassung in die Länge ziehen.“

    Der US-Botschafter in Moskau, John Tefft, hatte zuvor dem russischen Radiosender Echo Moskwy gesagt, dass sich Obama „sehr gerne“ in die Ukraine-Gespräche einschalten würde, wenn er dazu eingeladen würde. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow kommentierte: Wenn ein Land Kiew zur Erfüllung der Minsker Abkommen veranlassen würde, würde Moskau das nur begrüßen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte seinerseits, dass Frankreich als Initiator der Normandie-Gespräche über eine Einladung Obamas zu entscheiden habe.

    Die Gespräche im Vierer-Format zwischen der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und den Präsidenten von Russland, Frankreich und der Ukraine, Wladimir Putin, Francois Hollande und Pjotr Poroschenko, fanden erstmals im Sommer 2014 am Rande der Feiern zum 70. Jahrestag der Landung der Alliierten in Frankreich statt. Im Februar 2015 wurden bei den Gesprächen die Minsker Friedensvereinbarungen für die Ukraine ausgehandelt.

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    Minsker Abkommen, Petro Poroschenko, François Hollande, Angela Merkel, Sergej Lawrow, Wladimir Putin, John Tefft, Dmitri Peskow, Denis Puschilin, Deutschland, USA, Frankreich, Russland, Ukraine