01:08 28 September 2020
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    70. Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg (108)
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    Als empörend und politisch motiviert hat das russische Außenministerium die Entscheidung der Behörden in Warschau bezeichnet, dem russischen Motorradklub „Nachtwölfe“ die Durchfahrt durch Polen zu verbieten. Die Biker planen zum 70. Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland eine Gedenktour durch Europa.

    Am heutigen Freitag gab das Außenamt in Warschau bekannt, dass die russischen Biker nicht ins Land gelassen würden.

    „Wir sind empört über die Entscheidung der polnischen Seite“, kommentierte das russische Außenministerium. Polens Argumente, Russland habe „zu spät“ und „ungenügend“ über die geplante Aktion informiert, wies die Behörde als „Lüge“ zurück. Russland habe alle notwendigen Informationen rechtzeitig zur Verfügung gestellt und auch auf alle zusätzlichen Anfragen aus Warschau umgehend reagiert. Polen habe als einziges Land den russischen Motorradfahrern die Einfahrt verboten. „Diese Entscheidung hat offenbar einen politischen Hintergrund.“

    Die „Nachtwölfe“ wollen vom 25. April bis 9. Mai mit einer Motorradtour an den Sieg der Sowjetunion über Hitler-Deutschland vor 70 Jahren erinnern und der Kriegsopfer gedenken. Die Reise beginnt in Moskau und soll durch Minsk, Brest, Wroclaw (Breslau), Brno (Brünn), Bratislava (Preßburg), Wien, München, Prag und Torgau führen und im Treptower Park in Berlin enden. Entlang der Route wollen die Biker an Kriegsgedenkstätten Blumen niederlegen.

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    70. Jahrestag des Sieges, Adolf Hitler, Polen, Deutschland, Moskau