16:41 16 Dezember 2018
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    US-Studie: Amerika ist keine Demokratie mehr und wird von Oligarchen regiert

    © AP Photo / Mary Altaffer
    Politik
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    Forscher aus zwei US-Universitäten haben die Demokratie in den Vereinigten Staaten untersucht und sind zu schockierenden Ergebnissen gekommen: Die USA werden nicht mehr vom Volk, sondern von einem engen Kreis von Oligarchen regiert.

    Für ihre Studie zum Thema „Wer regiert Amerika“ haben Martin Gilens von der Princeton University und Benjamin Page von der Northwestern University rund 1800 politische Entscheidungen im Zeitraum von 1982 bis 2002 analysiert und mit den Sympathien der Bevölkerungsgruppen je nach Einkommensniveau verglichen. Das Urteil der Forscher: Es sind die Reichen, die den politischen Kurs des Landes bestimmen – oft gegen den Willen der Mehrheit. „In den letzten Jahrzehnten hat sich das politische System der Vereinigten Staaten von einer Demokratie in eine Oligarchie transformiert". Nun haben die Eliten die ganze Machtfülle in ihren Händen.

    Die Amerikaner könnten die Vorteile der Demokratie wie Wahlen und Redefreiheit zwar weiter genießen, doch würde die Politik von dem engen Kreis der einflussreichen Wirtschaftsgruppen bestimmt, hieß es. Das widerspräche den Vorstellungen der meisten Amerikaner von einer Demokratie, in der die Mehrheit das Sagen hat. Doch in Amerika verliere die Mehrheit jedes Mal, wenn ihre Interessen auf die Interessen der Geschäftseliten stoßen. Die Interessen der einfachen Bürger würden nur dann berücksichtigt, wenn sie mit den Interessen der politischen Elite übereinstimmen.

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    Tags:
    Redefreiheit, Demokratie, Benjamin Page, Martin Gilens, USA