Widgets Magazine
03:11 20 Juli 2019
SNA Radio
    KrimPjotr Poroschenko

    Poroschenko: Kriegsende erst nach Rückholung der Krim

    © Sputnik / Taras Litvinenko © AP Photo / Sergei Chuzavkov
    1 / 2
    Politik
    Zum Kurzlink
    Die Zukunftsentscheidung auf der Krim (420)
    0 22273

    Der Krieg in der Ost-Ukraine kann laut Präsident Pjotr Poroschenko erst nach einer Rückholung der Schwarzmeerhalbinsel Krim und der abtrünnigen Industrieregion Donbass beendet werden. Die Krim war nach dem nationalistischen Umsturz in der Ukraine 2014 Russland beigetreten. Der Donbass kämpft seit mehr als einem Jahr für die Unabhängigkeit von Kiew.

    „Der Krieg endet dann, wenn sich die Ukraine den Donbass und die Krim zurückgeholt hat“, sagte Poroschenko am Donnerstagabend in einem Interview für den ukrainischen Sender STB. Auf die Frage, wie lange das noch dauern könne, antwortete der Staatschef: „So lang wie nötig… Wir werden kompromisslos sein.“ Zugleich räumte er ein, dass eine friedliche Rückholung des Donbass „das optimalste Szenario für die Ukraine“ wäre.

    Am 22. Februar 2014 war es in der Ukraine zu einem Umsturz gekommen. Die Opposition erklärte Präsident Viktor Janukowitsch für abgesetzt. Obwohl die von der Verfassung vorgeschriebene 75-Prozent-Mehrheit im Parlament nicht erreicht wurde, stellten Oppositionsparteien eine Übergangsregierung, die von den westlichen Staaten umgehend anerkannt wurde.

    Dagegen haben die von Russischstämmigen dominierten Halbinsel Krim und die im Donezbecken (Donbass) liegenden Regionen Donezk und Lugansk den nationalistisch geprägten Machtwechsel in Kiew nicht anerkannt. Am 16. März 2014 stimmten die Krimer in einem Referendum mehrheitlich für eine Abspaltung von der Ukraine und für eine Wiedervereinigung mit der Russischen Föderation. Zwei Tage später unterzeichneten Putin und die Regierung der Krim einen Vertrag über die Aufnahme dieser Schwarzmeerhalbinsel und der Stadt Sewastopol in die Russische Föderation.

    Prorussische Demonstrationen in der Ostukraine
    © Sputnik . Irina Gorbasaeva
    Nach den Ereignissen in Kiew demonstrierten auch in den ostukrainischen Industriegebieten Donezk und Lugansk tausende Menschen für ein Referendum und mehr Selbständigkeit für ihre Regionen. Regimegegner besetzten Verwaltungsgebäude, bauten Barrikaden und riefen schließlich „Volksrepubliken“ aus. Daraufhin schickte die neue ukrainische Regierung Truppen gegen die Protestregionen. Bei schweren Gefechten zwischen dem ukrainischen Militär und örtlichen Volksmilizen sind laut den jüngsten UN-Angaben mehr als 6000 Zivilisten getötet worden. Seit dem 15. Februar gilt im Kampfgebiet Waffenruhe, die unter Vermittlung Deutschlands, Frankreichs und Russlands ausgehandelt wurde.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Die Zukunftsentscheidung auf der Krim (420)

    Zum Thema:

    Poroschenko: Sarkozys Äußerungen zur Krim hoffentlich ein Fehler
    Krim-Republikchef: Versuche der Wiederbelebung von Faschismus führen in Sackgasse
    Dokumentation: "Krim. Der Weg in die Heimat"
    Kreml dementiert: Russland drohte im Krim-Streit nie mit Atomwaffen
    Tags:
    Referendum, Petro Poroschenko, Viktor Janukowitsch, Kiew, Ukraine, Donbass, Krim