09:11 12 Dezember 2019
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    Zeitung: US-Psychologenverband half CIA bei Rechtfertigung von Folter

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    Die American Psychological Association (APA) hat während der Amtszeit von US-Präsident George Bush laut Informationen der Zeitung New York Times heimlich mit der CIA zusammengearbeitet und dem Geheimdienst dabei geholfen, die Folterverhöre von Gefangenen rechtlich und moralisch zu rechtfertigen.

    „Die APA hat ihre Handlungen heimlich mit der CIA, dem Weißen Haus und dem Verteidigungsministerium koordiniert, um ihre moralische Politik in Bezug auf die Verhöre mit den damals noch geheimen CIA-Foltervorschriften in Einklang zu bringen“, zitierte die Zeitung aus einem Bericht unabhängiger Mediziner und Menschenrechtler.

    Die enge Kooperation der APA mit der CIA habe 2004, nach der ersten Kritikwelle an die Administration Bush, begonnen, und später dem Justizministerium ermöglicht, zu behaupten, dass die Verhörmethoden der CIA gesetzeskonform seien, weil dabei immer Ärzte zugegen seien. Der Psychologenverband APA bestreitet jede Zusammenarbeit mit der CIA bei Verhörtechniken.

    Der Senatsausschuss für Nachrichtendienste hatte im Dezember eine aus mehr als 500 Seiten bestehende Zusammenfassung des 6000 Seiten umfassenden Berichts zu den CIA-Foltern vorgelegt. Er schildert die Foltermethoden Wasserfolter, Schlafentzug, Zwangsernährung und andere zur Zeit der Administration von Präsident George W. Bush (2001-2009).

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    Tags:
    Geheimdienst, CIA, George Bush, USA