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    Situation im Donbass (Mai 2015) (43)
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    Entgegen der jüngsten Vereinbarung der Normandie-Vier mit dem ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko steht die Wohnsiedlung Schirokino im Donbass weiterhin unter Kontrolle von Freiwilligenverbänden.

    Der stellvertretende Stabschef der Volkswehr der „Donezker Volksrepublik“, Eduard Bassurin, hat am Sonntag die Mitteilung des Pressedienstes des Regiments „Asow“ über einen teilweisen Abzug seiner Angehörigen aus Schirokino zurückgewiesen. Ihm zufolge wird jetzt eine Rotation von Soldaten vorgenommen. Kämpfer aus dem Regiment „Asow“ werden durch Mitglieder des Bataillons „Donbass“ abgelöst, so Bassurin.

    Der Pressedienst des Bataillons teilte auf Facebook mit: „Im Zusammenhang mit der geplanten Rotation und dem Abzug eines Teils des Regiments ‚Asow‘ hat das Bataillon ‚Donbass‘ zusätzlich Kampfeinheiten in die Wohnsiedlung Schirokino einziehen lassen und kontrolliert nun alle Stellungen“.

    Der Bataillonskommandeur Semjon Sementschenko hat diese Information in seinem Facebook-Account bestätigt. Ihm zufolge steht Schirokino jetzt unter Kontrolle des ukrainischen Militärs. Sementschenko wies die in Medien und Sozialnetzwerken erschienen Informationen zurück, laut denen alle Truppen aus Schirokino abgezogen worden waren.

    Früheren Berichten zufolge hat das ukrainische Freiwilligenregiment „Asow“ im Raum von Schirokino eine Beobachtungsstelle der speziellen  OSZE-Mission – trotz Protesten der zur Mission gehörigen Offiziere – eingenommen.

    Früher hatten die Staatschefs der „Normandie-Vier“ in einem Telefongespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko darauf geeinigt, die Wohnsiedlung Schirokino zu demilitarisieren und dort einen OSZE-Posten aufzustellen.

    Schirokino bei Mariupol am Asowschen Meer gehört zu den am stärksten umkämpften Gebieten des Donbass.

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    Tags:
    OSZE, Bataillon Asow, Semen Sementschenko, Eduard Bassurin, Petro Poroschenko, Ukraine, Schirokino, Donbass