15:19 19 August 2017
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    Russische S-300-Raketen

    Nach Freigabe der russischen S-300: Iran gibt eigenes Fla-Raketensystem auf

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    Lieferung russischer S-300-Flugabwehrraketen an Teheran (44)
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    Nachdem Russland grünes Licht für die Lieferung der S-300-Raketen gegeben hat, verzichtet der Iran auf den Bau eines eigenen leistungsstarken Flugabwehr-Raketensystems. Soldaten der Islamischen Republik lernen bereits den Umgang mit den russischen S-300, wie General Farzad Esmaili mitteilte.

    Der Iran werde bei sich die russischen Verteidigungssysteme S-300 aufstellen, sagte Esmaili, Kommandeur eines iranischen Luftabwehrstützpunktes, am vergangenen Montag zur Agentur Fars. „Ein Pendant wird nicht gebaut.“ Spezialisten seines Stützpunktes hätten die notwendige Ausbildung bereits hinter sich und seien bereit, die S-300 in Dienst zu nehmen.

    Der Iran hatte bereits 2007 Luftabwehrraketen des Typs S-300PMU-1 im Wert von 800 Millionen US-Dollar bestellt. Im September 2010 verbot der damalige russische Präsident Dmitri Medwedew die Lieferung per Erlass. Begründet wurde die Entscheidung mit Sanktionen des UN-Sicherheitsrats, welche die Lieferung moderner Waffen an den Iran untersagen. Die Sanktionen waren wegen dem iranischen Atomprogramm verhängt worden.

    Daraufhin verklagte Teheran Russland vor dem Internationalen Schiedsgericht in Genf auf vier Milliarden US-Dollar und kündigte an, bis 2016 ein eigenes Luftabwehrraketensystem zu entwickeln, das dem S-300 nicht nachstehen sollte. Im April 2015 hob Russlands Präsident Wladimir Putin das S-300-Lieferverbot für den Iran wieder auf, nachdem sich die Sechsergruppe (die fünf UN-Vetomächte und Deutschland) mit dem Iran auf die Eckpunkte für die Beendigung des Atomstreits geeinigt hatte.

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    Lieferung russischer S-300-Flugabwehrraketen an Teheran (44)

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    S-300, Dmitri Medwedew, Wladimir Putin, Farzad Esmaili, Russland, Iran
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