15:26 16 August 2017
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    Wortkrieg: Westen puscht via Twitter angeblichen Bericht von Nemzow hoch

    © Sputnik/ Andrei Stenin
    Politik
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    Da es westlichen Journalisten an Ideen fehlt, wie „die Präsenz russischer Truppen“ in der Ukraine endlich bewiesen werden kann, haben sie damit begonnen, soziale Medien mit antirussischer Rhetorik zu überfluten, wobei Russlands Präsident Wladimir Putin beschuldigt wird, Truppen in die Ostukraine entsendet zu haben.

    Das ist eigentlich keine Neuigkeit. Doch diesmal verbreiten mehrere äußerst kühne Accounts in Twitter das Hashtag #PutinAtWar und puschen einen Report hoch, der angeblich vom Oppositionspolitiker Boris Nemzow, der am 27. Februar ermordet wurde, geschrieben worden war.

    Es handelt sich um einen Report unter dem Titel „Putin. Krieg“. Nemzow konnte das Dokument nicht vollenden. Aber eine Gruppe, bestehend aus oppositionellen Journalisten, Ökonomen und Politikern, hat sein Werk posthum veröffentlicht.

    Die Explosion auf Twitter fiel zeitlich mit der Veröffentlichung von Nemzows Bericht zusammen. Der Atlantic Council, eine US-Denkfabrik im Bereich der internationalen Angelegenheiten, soll den Bericht erstmals in englischer Sprache unter dem Titel „Hiding in Plain Sight: Putin’s War in Ukraine“ am 28. Mai in Washington, DC. herausgeben. Der Atlantic Council hat jeden offen dazu aufgerufen, das Hashtag #PutinAtWar zu verbreiten.

    Der Atlantic Council hat enge Verbindungen mit dem US-Außenministerium. Unter den Vorstandsmitgliedern sind ehemalige hochrangige US-Beamte wie Henry Kissinger, Madeleine Albright, Robert Gates, Colin Powell, und Condoleezza Rice. Der amtierende Vorsitzende des Atlantic Council, Jon M. Huntsman, war als US-Botschafter in Singapur und China tätig. Mit so einem diplomatischen Vorstand ist es schwer vorstellbar, dass die Denkfabrik keinerlei Agenda hat, besonders wenn es um Russland geht.

    Plötzlich überfluten mehrere Twitter Accounts, wie etwa @DamonMacWilson, @ElliotHiggins und @Newcaster_EN, soziale Medien pausenlos mit Werbung für den Bericht, der angeblich von Boris Nemzow geschrieben wurde.

    Merkwürdigerweise war der Account @Newcaster_EN seit dem 1. März inaktiv, bis er gestern plötzlich mit dem Speien von Tweets begann. Der Account @ElliotHiggins war zwar aktiv, aber er schrieb bisher kaum etwas über die Ostukraine, sondern fokussierte sich vielmehr auf die Wahlen in Großbritannien, die Aktivität des Islamischen Staates in Syrien und auf Menschenrechtsverletzungen überall im Mittleren Osten.

    Das Hashtag #PutinAtWar ist bereits 1.500 Mal innerhalb von weniger als 24 Stunden getwittert worden.

    Wer hinter dem Hashtag #PutinAtWar auch immer stecken möge, weiß er bestimmt mit der sozialen Medienmaschine umzugehen. Die Message wurde innerhalb von weniger als 24 Stunden fast 1.500 Mal getwittert.
    © Foto: hashtracking.com
    Wer hinter dem Hashtag #PutinAtWar auch immer stecken möge, weiß er bestimmt mit der sozialen Medienmaschine umzugehen. Die Message wurde innerhalb von weniger als 24 Stunden fast 1.500 Mal getwittert.
    Heutzutage, wo ein Informationskrieg zwischen dem Westen und Russland viel wahrscheinlicher ist, als eine richtige militärische Konfrontation, scheint es, dass der Atlantic Council oder wer auch immer hinter dem Hashtag #PutinAtWar stehen möge, mit der sozialen Medienmaschine bestimmt umzugehen weiß, um eine antirussische Agenda umzusetzen.

     

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    Tags:
    Informationskrieg, Wladimir Putin, Boris Nemzow, Ukraine
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