03:55 21 September 2018
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    John Kerry in Sotschi

    Zeichen auf Erwärmung? Westliche Politiker besuchen öfter Russland - Zeitung

    © AP Photo / Brian Snyder
    Politik
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    Die Gespräche von US-Außenminister John Kerry mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Sotschi haben zwar nicht sofort zu einer Entspannung geführt, sie haben aber angedeutet, dass die monatelange Krise in den Beziehungen zwischen Moskau und dem Westen wegen des Ukraine-Konflikts nachzulassen scheint, wie „Christian Science Monitor“(CSM)berichtet.

    Die Zeitung verweist auf eine zunehmende diplomatische Aktivität der westlichen Politiker: Kerry flog nach Russland kurz nach Bundeskanzlerin Angela Merkel, die am Sonntag Moskau besucht hatte, um mit einer Kranzniederlegung der Kriegsgefallenen zu gedenken und mit Putin Verhandlungen zu führen.

    Dies zeugt laut der Zeitung davon, dass die westlichen Spitzenpolitiker die Kommunikationskanäle mit dem Kreml offen halten wollen, um globale Probleme, wie die Ukraine, Syrien und der Iran, gemeinsam zu lösen. Auch Kerry und Lawrow haben die Wichtigkeit solcher Kanäle betont.

    „Nichts kann einen direkten Kontakt zwischen den Personen ersetzen, die unmittelbar Entscheidungen treffen, besonders in einer Zeitperiode einer solchen rasanten Abfolge von Ereignissen“, zitiert die Zeitung den stellvertretenden Vorsitzenden des außenpolitischen Ausschusses des Föderationsrates (Oberhaus des russischen Parlaments), Andrej Klimow.

    Kerry hat genauso wie Merkel der im Großen Vaterländischen Krieg gefallenen Soldaten mit einer Kranzniederlegung in Sotschi gedacht – „eine Versöhnungsgeste nach der Siegesfeier, die vom Westen boykottiert worden war“, so die Zeitung.

    „Nach Ansicht von Analytikern bereiten sich Russland und der Westen auf einen Ausweg aus der langfristigen ukrainischen Sackgasse vor“, schreibt der CSM und verweist dabei auf einige Experten, die davor warnen, dass „die Ukraine selbst eine breitere Zusammenarbeit zwischen Moskau und Washington entgleisen lassen könne“.

    „Beide Seiten verstehen, dass der Konflikt in der Ukraine zu aufwändig gewesen ist und niemandem Vorteile gebracht hat“, zitiert die Zeitung den stellvertretenden Direktor des Institutes für die USA und Kanada, Viktor Kremenjuk. – „Es ist an der Zeit, mit dem Kopfstoßen wegen der Ukraine aufzuhören und  ernste Entscheidungen über die Fortbewegung zu ergreifen“.

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    Tags:
    Angela Merkel, Wladimir Putin, Sergej Lawrow, Viktor Kremenjuk, Andrej Klimow, John Kerry, Syrien, Iran, Sotschi, Kanada, Ukraine, Russland, USA