01:11 13 Dezember 2019
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    Nato-Vizechef Alexander Vershbow

    Nato-Vizechef: Donbass ist zu klein, um eigene Bedingungen zu stellen

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    Der stellvertretende Nato-Generalsekretär Alexander Vershbow hat dem Donezbecken (Donbass) das Recht abgesprochen, bei der Beilegung des Ukraine-Konfliktes mitzuentscheiden. Laut dem US-Politiker ist die abtrünnige Industrieregion zu klein, um Bedingungen stellen zu dürfen.

    „Die Gebiete, die von Separatisten besetzt sind, machen nur 2,8 Prozent des Territoriums der Ukraine aus und die Bevölkerung nur 5,8 Prozent“, sagte Vershbow, ehemaliger US-Botschafter in Moskau, am Montag am Rande der Parlamentarischen Versammlung der Nato in Budapest. „Deshalb dürfen diese Regionen dem übrigen Teil des Landes keine Bedingungen diktieren.“

    In der Ukraine war es im Februar 2014 zu einem Umsturz gekommen, der von westlichen Staaten, allen voran von den USA begrüßt wurde. Die neue Kiewer Regierung schickte Truppen gegen die östlichen Industrieregionen Donezk und Lugansk, die den nationalistischen Machtwechsel in Kiew nicht anerkannt und zuerst mehr Selbständigkeit gefordert und dann unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und den Bürgermilizen von Donbass sind laut UN-Angaben mehr als 6200 Zivilisten ums Leben gekommen.

    Hunderttausende Menschen flüchteten vor dem Krieg nach Russland, aber auch in westliche Teile der Ukraine. Im Februar dieses Jahres vereinbarten die ukrainische Regierung und die Führungen der nicht anerkannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk eine Waffenruhe und weitere Schritte für die Beilegung des Konflikts. Der Friedensplan wurde in Minsk unter Vermittlung Deutschlands, Frankreichs und Russlands ausgehandelt.

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    Tags:
    Uno, Alexander Vershbow, USA, Lugansk, Donezk, Ukraine, Donbass