23:39 18 September 2020
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    Massenproteste in Mazedonien (12)
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    Russland ist über die jetzige Entwicklung in Mazedonien besorgt und vertritt die Meinung, dass die Ereignisse in diesem Land von außen gesteuert werden, wie der russische Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch im Föderationsrat (Parlamentsoberhaus) in einer „Regierungsstunde“ sagte.

    „Wir sind sehr darüber beunruhigt. Die Ereignisse in Mazedonien werden von außen in grober Weise gesteuert. Der Regierung von (Nikola) Gruevski wird Inkompetenz und die Nichterfüllung seiner Verpflichtungen gegenüber der Bevölkerung und vieles andere vorgeworfen“, so Lawrow.

    Hinter diesen Ereignissen „steckt der Wunsch, auf Gruevski einzuwirken, weil er es abgelehnt hat, sich den Sanktionen gegen Russland anzuschließen“, so Lawrow. Der mazedonische Premier habe seinerzeit das South-Stream-Projekt unterstützt und erkläre sich jetzt bereit, bei der Umsetzung weiterer Varianten des Transports von Energieträgern aus Russland in den Süden Europas, darunter des „Türkischen Stroms“, zusammenzuarbeiten, sagte der Außenminister.

    Am Sonntag hatten Zehntausende Regierungsgegner in der mazedonischen Hauptstadt Skopje demonstriert. Einen Tag später gingen noch mehr Anhänger der Regierung von Premier Nikola Gruevski zu einer Gegendemonstration auf die Straße.

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    Tags:
    Protestaktion, Türkischer Strom, Nikola Gruevski, Sergej Lawrow, Mazedonien, Russland