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03:15 20 Juli 2019
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    Zerstörende Häuser nach dem Bombenanschlag in Jugoslawien. Die Stadt Vukovar zwei Jahre später nach dem Krieg

    US-Kolumnist: Russen halten zu Putin, weil sie Jugoslawien nicht vergessen haben

    © Sputnik / Igor Michalew
    Politik
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    Die Russen haben immer noch nicht vergessen, wie die Nato vor 16 Jahren die damalige Bundesrepublik Jugoslawien ungestraft angegriffen hat. Damit erkläre sich die hohe Popularität von Kreml-Chef Wladimir Putin, der in den Augen seiner Wähler den Bedrohungen aus dem Westen effektiv begegnet, schreibt Kolumnist Todd Wood in der „Washington Times“.

    Dass westliche Politiker über Putins Beliebtheit in Russland staunen, führt Wood in seinem Beitrag auf mangelnde Geschichtskenntnis zurück. „Die Russen haben gutes Gedächtnis“: Sie erinnern sich noch immer daran, wie die Nato ungestraft in Serbien und im Kosovo vorgegangen sei, und wünschen sich im Kreml einen starken Mann, der den Bedrohungen aus dem Westen die Stirn bieten könne.

    US-Bomber F-117 Nighthawk
    © AP Photo / U.S. Air Force, Msgt. Keith Reed
    Obwohl Russland 1999 strikt gegen die Luftangriffe auf Serbien gewesen sei, habe die Nato das russische Veto im UN-Sicherheitsrat ignoriert. Der Kosovo sei der erste Kriegseinsatz, den die Nato einseitig ohne UN-Zustimmung begonnen habe, so Wood. Für die Russen war der Nato-Feldzug gegen Serbien eine Beleidigung gewesen. Ebenso beleidigend seien die jetzigen Aktivitäten des Bündnisses an Russlands Grenzen. 

    Putin verstehe das und habe die Situation im Griff. „Putin zeigt eine durchdachte und effektive Arbeit, die beim russischen Volk auf Zustimmung stößt. Das ist der Grund, warum Putins Popularität bei über 80 Prozent liegt. Und das ist auch der Grund, warum die Russen alle weiteren wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Konfliktes hinnehmen werden.“

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    Tags:
    NATO, UN-Sicherheitsrat, Wladimir Putin, Jugoslawien, Serbien, Ukraine, Kosovo