12:09 11 Dezember 2019
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    Alexej Mosgowoi

    Milizkommandant in Ostukraine getötet – Lugansk vermutet Kiew hinter Attentat

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    In der Ostukraine ist der Kommandeur eines Volkswehrbataillons bei einem Attentat getötet worden. Nach Angaben aus der nicht anerkannten Volksrepublik Lugansk geriet Alexej Mosgowoi in einen Hinterhalt: Sein Autokonvoi wurde auf einer Straße zwischen Lugansk und Alchewsk in die Luft gesprengt und anschließend mit Maschinengewehren beschossen.

    Neben Mosgowoi wurden sechs seine Begleiter getötet. Zu der Tat bekannte sich niemand, doch die Führung der selbsternannten Volksrepublik Lugansk vermutet eine ukrainische Spezialeinheit hinter dem Anschlag. Nur Kiew wäre am Tod Mosgowois interessiert, argumentierte Republikchef Igor Plotnizki. Er verfügte eine schnellstmögliche Aufklärung. Die Staatsanwaltschaft der Region leitete Ermittlungen ein.

    Mosgowoi hatte nach dem Umsturz in Kiew Anfang vergangenen Jahres an Protesten gegen die neue Regierung in der Ostukraine teilgenommen. Nach Beginn des Kiewer Truppeneinsatzes bildete er das Bataillon Prizrak („Geister-Bataillon“), das gegen die Regierungsarmee im Donbass kämpfte und unter anderem an der Einkesselung des ukrainischen Militärs bei Debalzewo beteiligt war. Mosgowoi, der auf der Sanktionsliste der USA und der EU stand, hatte schon vorher mehrere Mordversuche überlebt.

    Kiew hatte im April 2014 Truppen gegen die östlichen Industrieregionen Donezk und Lugansk geschickt, weil diese den nationalistischen Umsturz in Kiew im Februar nicht anerkannt und zuerst mehr Selbständigkeit gefordert und dann unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und den Bürgermilizen von Donbass, die Kiew als „Terroristen“ beschimpft, sind laut UN-Angaben mehr als 6200 Zivilisten ums Leben gekommen. Seit Februar gilt im Kampfgebiet Waffenruhe.

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    EU, Alexej Mosgowoi, Igor Plotnizki, Kiew, USA, Lugansk, Ukraine, Debalzewe, Donbass