01:48 18 November 2019
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    Tschechischer Journalist: Migrationspolitik Brüssels könnte Schengener Raum zerstören

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    Migrationsproblem in Europa (1282)
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    EU-Länder, die Quoten für die Aufnahme von Migranten ablehnen, könnten Verhandlungen über die Aufkündigung des Schengener Abkommens initiieren. Diese Ansicht vertrat der Chefredakteur des tschechischen Internet-Portals „Protiproud“, Petr Hájek, am Montag.

    Zu diesen Ländern zählte der frühere Berater von Ex-Präsident Vaclav Klaus neben Tschechien auch Frankreich. „Diese und einige andere Staaten werden möglicherweise auf die Abschaffung des Schengener Abkommens hinarbeiten, damit Flüchtlinge, die nach Deutschland oder Großbritannien kommen, zu uns nicht gelangen könnten und unter anderem den tschechischen Boden nicht betreten“, erklärte Hájek.

    Die EU-Kommission hatte zuvor ein System von Quoten konzipiert, das den Migrationsdruck auf südeuropäische Länder vermindern soll. Demnach sollen Flüchtlinge und Migranten gleichmäßig auf alle 28 EU-Mitgliedsländer verteilt werden. Der Beschluss wird gültig, wenn dafür Länder stimmen, die mindestens 65 Prozent der EU-Bürger repräsentieren.

    „Sollten die Quoten beschlossen werden, kann Tschechien mit einem Zustrom Dutzendtausender Migranten rechnen. Ich bin gegen eine solche Entwicklung“, fuhr Hájek fort. Für die steigende Zahl der Flüchtlinge nach Europa machte er vor allem die USA, Frankreich und England verantwortlich, die das politische System in jenen Ländern zerstört hatten, die Menschen nun verlassen.

    In diesem Zusammenhang schlug Hájek vor, ein „normales Funktionieren“ der betroffenen Länder zu gewährleisten sowie die Einmischung in die inneren Angelegenheiten Syriens und Libyens einzustellen. „Es kommt darauf an, Menschen vor Ort, in ihren Ländern zu helfen, damit sie nicht nach Europa zu flüchten bräuchten. Jene, die doch noch illegal in Europa gelandet sind, sollen deportiert werden“, sagte der Journalist.

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    Tags:
    Migranten, EU, Petr Hájek, Vaclav Klaus, USA, Frankreich, Brüssel, Tschechien, Großbritannien, Libyen, Syrien