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    „Stopp-Listen“ in Russland: Einreiseverbot für Bundestagsabgeordneten Wellmann

    © REUTERS / Wolfgang Rattay
    Politik
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    Als Antwort auf die von der EU beschlossenen restriktiven Maßnahmen hat Russland seine Listen europäischer Politiker zusammengestellt, denen die Einreise nicht gestattet ist, wie ein Vertreter der diplomatischen Kreise in Moskau in einem Gespräch mit RIA Novosti sagte.

    Man könne sich vor der Reise nach Russland in der Botschaft beziehungsweise im Konsulat erkundigen, ob der jeweilige Name auf der „Stopp-Liste“ steht oder nicht, so der Diplomat. 

    „Im Auftrag des Außenministeriums hatten die Botschaften Russlands in den Ländern, die restriktive Maßnahmen gegen Russland beschlossen hatten, ihre Listen von Bürgern der jeweiligen Länder zusammengestellt, die eine antirussische Politik betreiben, welche auf eine Verschlechterung der Beziehungen zwischen Russland und der EU gerichtet ist, beziehungsweise verdächtigt werden, Korruptions- und sonstige rechtswidrige Aktivitäten betrieben zu haben. Die Aufnahme eines jeden Namens auf die Liste hat ihren Grund“, so der Gesprächspartner der Agentur. 

    Der Diplomat nannte die Anzahl der Personen, die auf die „Stopp-Listen“ gekommen sind, nicht, fügte aber hinzu, dass es solche Listen praktisch für jedes Land gebe. 

    „Die Europäische Union wurde über diese Listen informiert“, sagte er. „Einigen Europäern wurde bereits die Einreise nach Russland verwehrt.“ 

    Am Sonntagabend war dem Bundestagsabgeordneten Karl-Georg Wellmann die Einreise nach Russland nicht gestattet worden. Er musste die Nacht im Wartesaal für Transitpassagiere des Moskauer Flughafens Scheremetjewo verbringen und flog am Montagmorgen nach Berlin zurück.

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    Tags:
    Schwarze Liste, EU, Karl-Georg Wellmann, Deutschland, Russland