04:01 26 April 2018
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    Angela Merkel und Alexis Tsipras

    Merkel fürchtet Annäherung zwischen Griechenland und Russland - Medien

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    Politik
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    Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich beim Schuldenstreit mit Geldgebern an die Seite Griechenlands stellen, um einen Austritt des Landes aus der Euro-Zone zu verhindern, wie die Wirtschaftswebseite Business Insider in einem Artikel schreibt.

    Griechenlands Euro-Austritt wird laut dem Artikel immer wahrscheinlicher. Das Land werde anscheinend eine weitere Zahlung an den IWF nicht leisten können. Sollte Athens Zahlung nicht erfolgen, könnte die Europäische Zentralbank die Unterstützung für das Bankensystem Griechenlands stoppen und das Land werde die Euro-Zone verlassen.

    Eine solche Entwicklung werde für die EU nicht nur wirtschaftliche, sondern auch politische Folgen haben, denn Griechenland und Russland seien historisch eng verbunden. Moskau könnte die Situation nutzen, um seinen Einfluss in Griechenland zu stärken, heißt es im Artikel.

    Diese Aussicht sei für Bundeskanzlerin Angela Merkel sehr beunruhigend. Deutschen Presseberichten zufolge will Merkel Griechenland unterstützen, denn es ist „unvorstellbar, es mit Getöse aus der Euro-Zone rutschen, in Aufruhr und Chaos versinken, vielleicht sich sogar den Russen zuwenden zu lassen, alles wegen ein paar Milliarden Euro“, zitiert Business Insider einen Artikel in „Die Welt“.

    Charles Grant und Christian Odendahl vom Zentrum für europäische Reform verweisen darauf, dass Merkel in dieser Frage „unter diskretem Druck seitens Obamas-Administration steht, die über das Risiko einer Annäherung zwischen Griechenland und Russland besorgt ist“.

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    Tags:
    IWF, EU, Zentrum für Europäische Reformen in London, Angela Merkel, Charles Grant, Christian Odendahl, Deutschland, Russland, Griechenland