15:56 14 August 2018
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    Volkswehr-Kämpfer in Donbass

    Poroschenko will „nur mit einem ukrainischen Donbass“ verhandeln

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    Politik
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    Pjotr Poroschenko lehnt direkte Verhandlungen mit den abtrünnigen Regionen im Donezbecken (Donbass) weiter ab. Verhandlungen wären nur mit einem „anderen Donbass“ möglich, sagte der ukrainische Präsident am Donnerstag.

    Kiew müsse im Donbass neue faire Wahlen druchführen, sagte Poroschenko in einer Sicherheitskonferenz in Kiew.

    „Wir müssen eine faire und transparente Willenserklärung der Bürger sicherstellen. Und wir werden dann mit dem Donbass verhandeln, aber mit einem anderen Donbass, einem ukrainischen Donbass.“

    Die ostukrainischen Bergbau-Gebiete Donezk und Lugansk hatten vor rund einem Jahr — nach entsprechenden Referenden — ihre Unabhängigkeit ausgerufen.  Anlass dafür war der nationalistische Umsturz in Kiew vom Februar 2014. Nach den blutigen Ereignissen in der Hauptstadt demonstrierten im Osten des Landes tausende Menschen für ein Referendum und mehr Selbständigkeit. Regimegegner besetzten Verwaltungsgebäude, bauten Barrikaden und riefen schließlich „Volksrepubliken“ aus. Daraufhin schickte die neue ukrainische Regierung Truppen gegen die Protestregionen.

    Bei schweren Gefechten zwischen dem ukrainischen Militär und örtlichen Volksmilizen sind laut den jüngsten UN-Angaben mehr als 6200 Zivilisten getötet worden. Seit dem 15. Februar gilt im Kampfgebiet Waffenruhe, die unter Vermittlung Deutschlands, Frankreichs und Russlands ausgehandelt worden ist.

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    Tags:
    Waffenruhe, Uno, Petro Poroschenko, Lugansk, Donezk, Ukraine, Donbass
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