21:09 19 September 2018
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    Poroschenko: Donezk und Lugansk können nur Teil der Ukraine bleiben

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    Donezk und Lugansk können aus Sicht des ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko nur im Staatsverband einer geeinten souveränen Ukraine existieren. Kiew erkenne die selbst ernannten Republiken Donezk und Lugansk nicht an, sagte Poroschenko am Donnerstag in einem Interview für das ukrainische Fernsehen.

    „Wir müssen feststellen, dass Donezk und Lugansk aus politischen, ökonomischen, sozialen, Sicherheits-, staatlichen, geopolitischen und sonstigen Gründen nur im Rahmen eines unabhängigen souveränen Staates existieren können“, betonte er.

    Die Einwohner der Gebiete Donezk und Lugansk, die den Umsturz in Kiew vom Februar 2014 nicht anerkennen wollten, riefen im April eigene Republiken aus, die später zum Staatsgebilde Noworossija (Neurussland) mit eigenen Machtorganen fusionierten.

    Poroschenko zufolge ist das Noworossija-Projekt aber gescheitert. „Russland verfolgte nicht das Ziel, Donezk und Lugansk zu besetzen, sondern wollte neun Gebiete der Ukraine, darunter auch die Krim, zu Noworossija anschließen lassen. Die Hälfte des Landes und mehr als die Hälfte des Industriepotentials sollten von der Ukraine abfallen. Nach Plänen Russlands sollte Noworossija zu einem Schonrevier der ‚russischen Welt‘ werden… Für die Realisierung dieser Pläne sollten Protestaktionen in diesen Gebieten organisiert, Provokateure eingeschleust, russische Truppen verlegt und die Ukraine vernichtet werden“, behauptete Poroschenko.

    Moskau hatte mehrmals erklärt, dass Russland mit dem Ukraine-Konflikt nicht zu tun hat. Russland sei vielmehr daran interessiert, dass die ukrainische Krise so schnell wie möglich beigelegt werde, hieß es in Moskau. Kiew und der Westen konnten bislang keine stichhaltigen Beweise für eine Präsenz russischer Truppen in der Ostukraine vorlegen.

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    Petro Poroschenko, Kiew, Lugansk, Donezk, Moskau, Russland, Ukraine