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    Friedensbemühungen im Ukraine-Konflikt (Mai 2015) (61)
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    Bei ihren Kontakten mit dem ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko spürt die russische Seite zwar sein Bestreben, die erzielten Vereinbarungen umzusetzen, angesichts des Drucks der „Partei des Krieges“ muss sie aber an der Fähigkeit Kiews zweifeln, diese Vereinbarungen einzuhalten, wie der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte.

    „Poroschenko ist unser Verhandlungspartner“, äußerte Lawrow in einem vom TV-Sender Rossija24 ausgestrahlten Interview. „Bei unseren Kontakten spüren wir sein Bestreben, das umzusetzen, was vereinbart wurde.“ Allerdings müsse der ukrainische Präsident die Präsenz „der Partei des Krieges“ in der Ukraine berücksichtigen. Deshalb sei die Einstellung Moskaus zur Fähigkeit der Regierung in Kiew, den von Poroschenko signierten Vereinbarungen zu folgen, eher skeptisch. 

    „Ständig kommt es zu martialischen Ausfällen gegen Russland“, sagte der Minister. Die Milizen in Donezk und Lugansk würden als „Terroristen“ und „Separatisten“ bezeichnet. „Bei einem solchen Herangehen bewerte ich die Fähigkeit der jetzigen Machtstrukturen in Kiew, das zu erfüllen, was der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko unterzeichnet hat, pessimistisch.“

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    Tags:
    Petro Poroschenko, Sergej Lawrow, Donezk, Russland, Ukraine