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    Allianz von Russland und China (51)
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    Das Verhältnis zwischen Moskau und Peking ist so eng wie seit langem nicht, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung und versucht, den Voraussetzungen für diese Freundschaft auf den Grund zu gehen.

    Russisch-chinesisches Seemanöver im Mittelmeer: Aktive Phase
    © Sputnik / The press service of the Ministry of defense of the Russian Federation
    Zum Ersten haben Putin und Xi Jinping einen guten Draht, so die FAZ. „Die Chinesen mögen den Draufgänger aus Moskau, der auch vor dem Westen keine Angst hat.“

    Die diplomatischen Absprachen seien dichter geworden. Immer öfter werden gemeinsame Manöver abgehalten. Diese Woche sei ein russisch-chinesisches Seemanöver im Mittelmeer zu Ende gegangen.

    Das sei ein klares Signal. Russland und China „wollen nicht mehr den Westen, allen voran die Amerikaner, die Regeln bestimmen lassen. Im August folge das nächste Manöver im Japanischen Meer.

    Moskau und Peking sind sich in dem Streben nach einer neuen Weltordnung einig, in der die Vereinigten Staaten und deren Verbündete nicht mehr das Sagen haben, heißt es ferner.

    Durch „die Wende nach Osten“ will Moskau die „verlorene oder eingeschränkte Zusammenarbeit mit dem Westen ausgleichen“. Peking sei bereit, die Finanzkraft Chinas einzusetzen, um Russland als Partner im Konflikt mit dem Westen zu halten“.

    Die USA und die EU bleiben dabei die Hauptabnehmermärkte für die Produkte aus China. Russland könne diese nicht ersetzen.

    Zugleich arbeite Peking beharrlich darauf hin, die amerikanische Dominanz im pazifischen Raum zu brechen. Bis 2050 solle die militärische Parität erreicht sein.

    China braucht dafür moderne Waffen, wobei Russland als der wichtigste Lieferant angesehen wird. China habe in den vergangenen zehn Jahren ein Viertel seiner Waffenimporte aus Russland bezogen. Nun arbeiten beide noch enger zusammen. So etwa habe Peking als erster ausländischer Kunde das Raketenabwehrsystem S-400, das zu den modernsten seiner Art zählt, gekauft.

    Zudem kann Russland mit seinen Energieträgern die chinesische Nachfrage decken. Von 2018 an sollen 38 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr nach China fließen.

    Trotz Meinungsunterschieden wirtschaftlichen und militärischen Charakters wird „die Frontstellung gegenüber dem Westen“ Moskau und Peking weiter vereinen, so die Zeitung. „Die im Westen populäre These, die Achse Peking-Moskau sei nicht mehr als ein propagandistischer Bluff, haben indes beide Länder schon widerlegt.“

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    Tags:
    Erdgas, S-400, EU, Wladimir Putin, Xi Jinping, USA, Russland, China