00:14 23 Februar 2020
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    Russland wird Transnistrien immer beistehen, um die sozialpolitische Stabilität und Sicherheit in der Region zu fördern, wie Russlands Vize-Ministerpräsident Dmitri Rogosin erklärt hat.

    „Jetzt ist es wichtig, sowohl der ganzen Welt als auch vor allem dem Volk Transnistriens zu zeigen, dass Russland zu diesem schweren Zeitpunkt immer da sein wird, was die Förderung der Sicherheit in der Republik sowie die Aufrechterhaltung der politischen Stabilität und der diplomatischen Verhandlungen betrifft“, äußerte Rogosin am Montag in einer Fernsehkonferenz mit der Führung Transnistriens anlässlich der Inbetriebnahme mehrerer Objekte der sozialen Infrastruktur, die auf Anordnung von Russlands Präsident Wladimir Putin gebaut worden sind.

    Russland wird nach seinen Worten „diese Anstrengungen verstärken, um aus der Situation zu geraten, in der einige Nachbarn Transnistriens leider versuchen, eine sehr harte sozialwirtschaftliche Blockade einzuführen“.

    Es sei äußerst wichtig, dass die Bewohner Transnistriens selbst sowie deren Kinder verstehen, dass Russland auch weiterhin sozialwirtschaftliche Objekte für Gesundheitswesen und Ausbildung bauen werde, sagte der russische Vize-Regierungschef abschließend.

    Transnistrien-Chef Jewgeni Schewtschuk hat sich bei allen Teilnehmern dieses für die Republik bedeutenden Projekts bedankt. Nach seiner Einschätzung sind die in Betrieb genommenen Objekte entsprechend den modernsten Baunormen errichtet worden.

    Schewtschuk äußerte auch, dass Russland zur Beilegung des Konflikts und zu einem günstigen Lebensmilieu der Bewohner Transnistriens einen ernsthaften Beitrag leiste.

    Transnistrien hatte Anfang der 1990-er Jahre die Unabhängigkeit von Moldawien erklärt. Es folgte ein bewaffneter Konflikt, der durch die Einmischung der russischen Armee beendet wurde. Die selbsterklärte Republik erlangte zwar de-facto die Unabhängigkeit von Kischinau, wurde aber international nicht anerkannt.

    Im Konfliktgebiet sind Friedenstruppen stationiert, denen Soldaten Russland, Moldawien und Transnistrien angehören. Moldawische Politiker betrachteten den Aufenthalt der russischen Truppen in der Region als Okkupation und forderten wiederholt deren Abzug. Moskau und Tiraspol lehnten diese Forderung ab.

    Transnistrien bat Russland mehrmals um Anerkennung, allerdings ohne Erfolg. Gleichzeitig leistet Russland der selbsterklärten Republik wirtschaftliche Hilfe.

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    Tags:
    Wladimir Putin, Jewgeni Schewtschuk, Dmitri Rogosin, Transnistrien, Moldawien, Russland