20:22 28 März 2020
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    Atomstreit mit Iran (137)
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    Moskau ist der Ansicht, dass nicht alle militärischen Objekte des Iran für internationale Kontrollen freigegeben werden müssen, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Dienstag in einem Interview für den Fernsehsender Bloomberg.

    „Wir (Russland) unterstützen den Prozess der Verifizierung (von Objekten). Wie der Iran erklärt, kann die IAEO alle mit dem Atomprogramm verbundenen Objekte überprüfen. Aber einige westliche Verhandlungsteilnehmer bestehen darauf, dass die Kontrollen neben den nuklearen auch militärische Objekte betreffen“, so Lawrow.

    Diese Frage sollte nach Meinung des Ministers von beiden Seiten (dem Westen und dem Iran) diskutiert werden. „Russland ist bereit zu helfen, aber wir sind nicht der Ansicht, dass alle militärischen Objekte für Inspektionen freigegeben werden müssen, denn es handelt sich um die Sicherheit des Landes“, so Lawrow.

    „Die IAEO-Experten wissen, welche Objekte die Organisation auf ständiger Grundlage prüfen soll“, ergänzte der Minister.

    Die internationalen Vermittler (die fünf UN-Vetomächte und Deutschland) und der Iran hatten sich am 2. April darauf verständigt, dass zwei Drittel der iranischen Urananreicherungs-Kapazitäten für zehn Jahre stillgelegt werden. Zudem hat sich Teheran verpflichtet, sein nukleares Anreicherungsprogramm für 25 Jahre unter internationale Kontrolle zu stellen. Als Gegenleistung werden die EU-Sanktionen gegen den Iran aufgehoben. Sollte der Iran gegen die vereinbarten Regeln verstoßen, können die Sanktionen umgehend wieder in Kraft treten.

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    Tags:
    Sanktionen, Atomprogramm, EU, Sergej Lawrow, Deutschland, Iran, Russland