08:43 10 Dezember 2019
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    Terrororganisation Islamischer Staat

    Irans Außenminister: IS-Stellungen durch äußere Akteure wesentlich verstärkt

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    Ohne äußere Akteure und exterritoriale militärische Abenteuer hätte die Terrorgruppe Islamischer Staat keinen solchen Entwicklungsschub bekommen können, sagte der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif am Donnerstag.

    „Die Weltgemeinschaft, insbesondere die Völker, die in diesem Weltteil (Zentralasien) wohnen, sind ernsthaft vom Extremismus bedroht. Der Islamische Staat, der im Grunde genommen weder islamisch noch ein Staat ist, ist zur Verkörperung der neuen Ideologie geworden“, sagte Sarif. Ihm zufolge hat sich der IS heute „beispiellos“ ausgebreitet.

    „Auch Russland steht jetzt unter dieser Bedrohung. Eine Gefahr stellen auch äußere Teilnehmer dieses Prozesses dar, die annehmen, diese Gruppen zur Umsetzung ihrer Interessen nutzen zu können. Ohne diese Teilnehmer hätten die Neo-Terroristen nicht so weit gehen können. Das exterritoriale militärische Abenteuer und das Streben nach einer neuen Ordnung sind zu einer Plattform für die Verbreitung des Terrorismus geworden“, fügte Sarif hinzu.

    Die Terrororganisation Islamischer Staat kontrolliert derzeit einen bedeutenden Teil des Iraks und Syriens. Die CIA vermutet im Irak und in Syrien mehr als 30.000 IS-Kämpfer. Die Terrormiliz rief auf den besetzten Territorien ein Kalifat aus und bemüht sich darum, weitere Gebiete zu erobern.

    Es gibt keine einheitliche Front gegen den IS. Gegen die Gruppe kämpfen die Regierungstruppen Syriens und des Irans, die US-geführte internationale Koalition, die Luftschläge gegen den IS fliegt, sowie irakische und syrische Kurden. Durch die Kampfhandlungen sind Tausende Zivilisten ums Leben gekommen. Hunderttausende befinden sich auf der Flucht. Tausende werden als Geiseln gehalten.

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    Terrormiliz Daesh, Terrorismus, CIA, Syrien, Russland, Iran, Mohammad Javad Zarif