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    Gaslieferungen an die Ukraine

    Trotz Gasrabatt: Poroschenko spricht über „Wirtschaftskrieg“ Russlands gegen Ukraine

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    Trotz Preisnachlässen für russisches Gas durch den Gaskonzern Gazprom behauptet der ukrainische Präsident Petro Poroschenko, dass Moskau Kiew unter wirtschaftlichen Druck setzt und versucht, ukrainische Waren vom eigenen Markt zu vertreiben.

    „Der Kreuzzug gegen die Ukraine hat mit einer wirtschaftlichen Aggression, einer Gas-Erpressung  und der totalen Verdrängung ukrainischer Waren vom russischen Markt begonnen. Der Handel ist auf ein Drittel im Jahresausdruck zurückgegangen – das ist ein beispielloser Rückschlag“, sagte der ukrainische Präsident am Donnerstag bei der Vorstellung seiner Jahresbotschaft an das Parlament.

    „Die russische Aggression, die die ukrainische Wirtschaft zermürbt, schadet dem Lebensniveau der Ukrainer und der Feind verhehlt nicht seine Pläne, den Unwillen der ermüdeten und erschöpften Ukrainer in eine Destabilisierung der Lage in unserem Land umzuwandeln“, so Poroschenko.

    Wie der russische Energieminister Alexander Nowak zuvor mitgeteilt hatte, hat die Ukraine Russland um eine Verlängerung des Preisnachlasses für russisches Gas durch eine Senkung der Exportzölle gebeten. Die russische Regierung gewährte der Ukraine eine Preisermäßigung von 100 US-Dollar je 1000 Kubikmeter für das zweite Quartal. Gazprom hatte dem ukrainischen Versorger Naftogaz im vorigen Jahr Rabatte für den Winter eingeräumt, die zum April aber ausliefen.

    Poroschenko hatte bereits nach seinem Amtsantritt im Juni vergangenen Jahres „jede militärtechnische Zusammenarbeit“ mit Russland verboten. Russland war bis dahin einer der wichtigsten Käufer ukrainischer Rüstungserzeugnisse. Nach der Einschätzung von Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Ukraine ihre Rüstungsindustrie selber in den finanziellen Ruin getrieben, indem sie die Verbindungen zu den russischen Partnern gekappt hat.

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    Tags:
    Erdgas, Gazprom, Petro Poroschenko, Alexander Nowak, Russland, Ukraine