09:17 22 Februar 2020
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    Russland wird gebraucht zur Bewältigung internationaler Krisen, erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Interview der Deutschen Welle. Trotzdem sei Moskau im Kreis der wichtigsten Industriestaaten derzeit noch nicht willkommen.

    Die Beendigung des Bürgerkriegs in Syrien sei nur unter Einbeziehung Russlands zu erreichen. Auch die Beseitigung der Chemiewaffen aus Syrien sei nur mit russischer Hilfe gelungen. Deshalb bleibe Moskau in anderen Gesprächsformaten, beispielsweise bei der Klärung des iranischen Atomprogramms, "ein wichtiger Partner", sagte Merkel in dem am Vortag auf der Website des Senders abgedruckten Interview.

    Angela Merkel beim politischen Aschermittwoch der CDU
    © AFP 2019 / Stefan Sauer/DPA /AFP
    Zugleich bekräftigte die Kanzlerin, dass Russland zurzeit nicht in das G7-Format einbezogen werden könne. Moskau habe sich in den vergangenen Jahren vielen Vorstellungen der führenden Industriestaaten "nicht weiter angenähert", sagte sie zur Begründung.

    Bei der Aufnahme Russlands in den G7-Kreis im Jahr 1998 habe man mit "doch mehr Gemeinsamkeit", gerade im Blick auf Verteidigungsanstrengungen, gerechnet. Als Beispiel wies die Bundeskanzlerin auf die NATO-Russland-Partnerschaft hin: beide Seiten hatten in diesem Rahmen 2002 einen gemeinsamen Rat gegründet.

    Deutschland hat in diesem Jahr den Vorsitz der G7 inne. Merkel ist Gastgeberin des am Sonntag beginnenden G7-Gipfels auf Schloss Elmau in Oberbayern.

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    Tags:
    Atomprogramm, Chemiewaffen, NATO, G7, Angela Merkel, Syrien, Deutschland, Russland