22:36 30 März 2020
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    Der Kreml hat die Berichte, dass die USA in Europa neue Raketen gegen Russland in Stellung bringen könnten, als nicht vertrauensfördernd kritisiert.

    „Es liegt in niemandes Interesse, Spannungen zu schüren“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag. Auch wenn noch keine konkreten Details bekannt seien, „fördert dieses Thema keinesfalls das Vertrauen und trägt nicht zum Interessengleichgewicht auf dem europäischen Kontinent bei“, kommentierte Peskow das Statement des britischen Außenministers, Philip Hammond, dass Großbritannien bereit wäre, bei sich US-Atomraketen aufzustellen.

    Die Beziehungen zwischen Russland und der Europäischen Union haben sich nach dem Umsturz vom Februar 2014 in der Ukraine dramatisch verschlechtert. Westliche Staaten haben den Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch und die von der Opposition gestellte nationalistische Regierung anerkannt, jedoch nicht das darauf gefolgte Referendum auf der von Russischstämmigen dominierten Schwarzmeerhalbinsel Krim, die im März eindeutig für eine Wiedervereinigung mit Russland stimmte.

    Nach dem Beitritt der Krim zu Russland verhängten die USA und — auf ihr Drängen hin — die Europäische Union in vier Etappen politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland. Russland konterte mit einem Einfuhrverbot für eine ganze Reihe von Lebensmitteln. Darüber hinaus verstärken die USA und die Nato ihre Truppen an den russischen Grenzen.

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