04:16 01 Dezember 2020
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    Pegida und Anti-Pegida (52)
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    Die Pegida-Bewegung, nach dem spektakulären Auftritt im Winter inzwischen schon fast vergessen, meldet sich auf der politischen Ebene zurück. Pegida-Kandidatin Tatjana Festerling schafft bei der OB-Wahl am vergangenen Wochenende in Dresden auf Anhieb gut zehn Prozent. Ein Revival?

    „Das was sich auf den Straßen tut, ist nur die Spitze des Eisberges“, erläutert Werner Patzelt, Politikwissenschaftler von der Technischen Universität Dresden, im Gespräch mit Hendrik Polland. „Es gibt einen großen Teil von Bürgern überhaupt und speziell in Dresden, die meinen, dass die deutsche Politik die Probleme und Herausforderungen unserer Einwanderungsgesellschaft nicht vernünftig im Griff hat.“

    „Das sind Leute, die erlebt haben, wie die politische Klasse und die Medien arrogant auf die Willens- und Unmutsbekundungen der empörten und besorgten Bürger eingegangen sind. Nun haben sie das Angebot bekommen, ohne Druck von außen in der Wahlzelle zum Ausdruck zu bringen, dass sie mit vielem nicht einverstanden sind.“

    Wir erleben an Pegida, dass der Satz schon stimmt:,Totgesagte leben länger‘“, so der Experte. „Schon zwei Mal ist auch von mir vermutet worden, dass es mit Pegida zu Ende ginge. Die Oberbürgermeisterwahl ist der erste realistische Test, wie stark die Unterstützungsmöglichkeiten für Pegida in der Dresdner Bürgerschaft tatsächlich sind. Das wird den Pegida-Organisatoren neue Zuversicht eingeben.“

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    PEGIDA, Tatjana Festerling, Dresden, Deutschland