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    G7-Gipfel in Deutschland

    G7-Protestler: Die Top-Politiker sind die Hauptverantwortlichen für Krieg und Elend

    © AP Photo / Jens Meyer
    Politik
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    G7-Gipfel 2015 in Bayern (23)
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    Die Protestler waren – wie sonst immer bei den G7 / G8-Gipfeln - ein spektakulärer Bestandteil des Events in Elmau.

    Es wird auch bei weiteren Treffen dieser Art der Fall sein, meint Claus Schreer vom Aktionsbündnis „Stop G7 Elmau“, weil die schier mächtigsten Politiker der Welt auch für die größten Probleme der Erde verantwortlich seien.

    Die Top-Politiker, die sich in Elmau versammelt haben, sind „die Hauptverantwortlichen für weltweiten Hunger, für weltweites Elend, für viele Kriege, die NATO in der Vergangenheit geführt hat — also Irak, Afghanistan, Libyen oder Krieg gegen Jugoslawien wie auch für das Flüchtlingselend  in Europa“, sagte Schreer in einem Gespräch mit Maria Diakonova.  „Vor allem aber für die wirtschaftliche Ungerechtigkeit in der Welt, für Ausbeutung und dafür, dass Millionen Menschen im Elend leben und täglich auch verhungern.“

    Nach seiner Ansicht sei es auch sinnlos, an die G7-Teilnehmer zu appellieren. „Wir stellen nicht direkt Forderungen an den G7-Gipfel, weil wir nicht erwarten, dass dort überhaupt über die Probleme der Menschheit diskutiert wird. Sondern wir organisieren Menschen, die protestieren, die Widerstand leisten gegen diese Politik. Uns geht es darum, die Menschen aufzuklären. Wir haben schon Forderungen, aber wir erwarten nicht, dass sie bei diesem G7-Gipfel erfüllt werden.“

    „Wir sind gegen TTIP, wir wollen, dass dieses Freihandelsabkommen zwischen den USA und Europa nicht unterzeichnet wird, wir wollen eine gerechte Weltwirtschaftsordnung ohne Ausbeutung und Krieg“, fügte er hinzu.

    Als einen Fehler bewertete der Aktivist die Tatsache, dass Russlands Präsident Wladimir Putin nicht nach Elmau eingeladen wurde.

    „Ich bin sehr dafür, dass mit Russland über den Konflikt in der Ukraine Verhandlungen geführt werden, vor allem, dass dieser Konflikt friedlich gelöst wird“, sagte er. „Aber mein Problem ist nicht, dass Russland  beim G7-Gipfel nicht dabei ist, weil da würde sich auch nichts besonders ändern, sondern da müssten Verhandlungen der EU mit Russland stattfinden, da müsste zwischen Russland und den USA geredet werden, da müssten beide Seiten dafür sorgen, dass der Konflikt friedlich gelöst wird. Natürlich bin ich auch gegen Sanktionen, weil das überhaupt nicht hilft, sondern ich bin dafür, dass verhandelt wird und dass der Krieg in der Ukraine endlich beendet wird.“

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